Aufatmen: Ebola ist in Nigeria besiegt

Aufatmen: Ebola ist in Nigeria besiegt

Die Ebola-Präventionsmaßnahmen zeigen Wirkung: Nigeria wurde zur Ebola-freien Zone erklärt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Ebola in Nigeria für besiegt erklärt. "Nigeria ist frei von Ebola", gab WHO-Vertreter Rui Gama Vaz bekannt. In einem Zeitraum von 42 Tagen habe es keinen neuen Fall gegeben.

Aufatmen nach einer langen Reihe von Horror-Meldungen als Folge der bislang schlimmsten Ebola-Epidemie der Geschichte: In Nigeria ist der Kampf gegen das Virus, das aus dem Dschungel kam, offenbar gewonnen. Rui Gama Vaz, der für die Weltgesundheitsorganisation WHO die Lage in Westafrika beobachtet, hat erklärt, dass es in einem Zeitraum von 42 Jahren keinen neuen Fall mehr gegeben hat und Ebola somit als besiegt bezeichnet.

Zuletzt war in verschiedenen Teilen der Welt schon eine regelrechte Ebola-Hysterie ausgebrochen. US-Präsident Barack Obama war einer derjenigen, die sich dafür stark gemacht hatten, Westafrika nicht vom Rest der Welt abzukoppeln und weiterhin Helfer und Güter in die Region zu liefern. Deutschland hat erst vor wenigen Tagen die Mittel zur Bekämpfung der Seuche auf 100 Millionen Euro aufgestockt. Kanzlerin Angela Merkel rief die internationale Gemeinschaft zum Kampf gegen die tödliche Krankheit auf. "Ebola ist in der globalisierten Welt nur mit einer deutlich engeren internationalen Zusammenarbeit und mit deutlich effektiveren Strukturen einzudämmen", sagte Merkel.

Die deutsche Wirtschaft hatte sich dessen ungeachtet in den vergangenen Monaten komplett aus den drei am schlimmsten von der Ebola-Seuche betroffenen westafrikanischen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone zurückgezogen. "Es ist keiner mehr da", sagte der Vorsitzende des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft, Stefan Liebing, laut einem Bericht der Nachrcihtenagentur Reuters von Mitte Oktober. Zuletzt seien etwa zehn Unternehmen mit Mitarbeiter vor Ort gewesen, die vor allem Infrastrukturprojekte vorbereitet hätten. In Ländern wie Senegal, dem Kongo und Nigeria - wo nur vereinzelt Ebola-Fälle aufgetreten sind - seien deutsche Unternehmen weiter aktiv. "Dort laufen die Dinge normal weiter", sagte Liebing.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind während der aktuellen Ebola-Epidemie knapp 4500 Menschen an der Krankheit gestorben. Das Haupt-Seuchengebiet waren die westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone. Bis zum 8. Oktober wurden rund 8400 Ebola-Fälle in sieben Ländern gemeldet. Jeder zweite Infizierte überlebte die Ansteckung nicht.

Weltweit wird derzeit intensiv nach einem Impfstoff gegen das tödliche Virus geforscht. Es gibt Hoffnung, dass es solches Serum in absehbarer Zeit gefunden wird.

Zur Slideshow: Ebola - Der Kampf gegen das Killervirus aus dem Dschungel

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