Papst Franziskus und sein Kreuz mit der Pasta

Papst Franziskus und sein Kreuz mit der Pasta

Die neue Vatikanische Formel: Weniger Pasta und mehr Bewegung

Eine vorösterliche Botschaft: Papst Franziskus wiegt zu viel, das verschlimmert seine Ischiasbeschwerden - sagen seine Ärzte. Sie raten dem Papst zur Diät. Er hat offenbar ein Kreuz mit dem Essen und zu kurzen Wegen. Und überlegt schon, wie lange er noch Pontifex Maximus bleiben will.

Vatikanstadt. Auch das noch, und ausgerechnet zur Fastenzeit: Papst Franziskus hat ein allzu menschliches Problem. Er ist gern. Der Gusto der italienischen Küche hat es offenbar dem obersten Chef der katholischen Kirche angetan. Und nicht ohne Ergebnis. Auch Papst Franziskus leidet offenbar - wie viele Menschen, die keine Zeit finden innerstädtische Turnhallen oder das Freie für Leibesübungen aufzusuchen - an einem Phänomen, das man mit "Hüftgold" beschreiben kann. Selbstredend: mit etwas zu viel von dem Guten.

Was seine Ärzte freilich nie sagen würden. Offiziell sprechen die Medizinmänner im Vatikan von einer Lebensweise, die als "undiszipliniert" zu umschreiben sei, was freilich nur die Essengewohnheiten anbetrifft.

Die Nudeln, der Ischias und die Disziplin

Diät und mehr Bewegung fordern nun die vatikanischen Ärzte. Sie raten dem Pontifex Maximus zu einem gesünderen Lebensstil. Seit Beginn des Pontifikats habe Franziskus zugenommen, dadurch verschlimmere sich sein Ischiasleiden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA am Dienstag

Und selbstverständlich sind die Mediziner der Ursache um dem Zuviel auf Rippen und Hüfte auf den Grund gegangen. Und wurden fündig: Es ist die Pasta. Und das Intervall, das dem Gewicht des Pontifex Zuträgerdienste bringt, die nicht zum Vorteil gereichen.

Öftere Aufforderungen, sich mehr zu bewegen, lediglich zwei Mal pro Woche Pasta zu essen, bleiben demnach ohne Konsequenz. Franziskus sei jedoch eher "undiszipliniert". Statt zwei Mal pro Woche, wie es die Ärzte wünschen, gustiert Franziskus fast täglich einen Teller Nudeln. So hat es die Nachrichtenagentur ANSA geschrieben, die sich auf vatikanische Quellen bezog. Die Glaubhaftigkeit der Quelle scheint hunderprozentig zu sein. Alles andere wäre ja zumindest eine Notlüge.

Eine kurze Mission

Zum Bewegungsmangel hat sich Papst Franziskus noch nicht geäußert. Freilich wird er in der Osterwoche jede Menge zu tun haben. Und nach mindest einmal täglicher Messe, mehreren Osterandachten, Prozessionen und Urbi et Orbi wird das kürzlich aufgedeckte Bewegungsdefizit zumindest in dieser Woche mehr als ausgeglichen werden.

Zu seinem Pontifikat ließ er aufhorchen, weil er wohl nicht sehr lange an der Spitze der katholischen Kirche stehen werde. "Ich habe das Gefühl, dass mein Pontifikat kurz sein wird", teilte der 78-Jährige dem mexikanischen Fernsehsender Televisa in einem Interview mit, das am 13. März zum zweiten Jahrestag der Papstwahl ausgestrahlt wurde. "Vier oder fünf Jahre. Ich weiß nicht. Oder zwei oder drei", sagte der Papst. "Zwei Jahre sind schon vorüber. Ich habe das etwas vage Gefühl, dass mich der Herr für eine kurze Mission ausgewählt hat."

Der Papst hatte erstmals im August 2014 Gedanken über seinen Tod öffentlich gemacht und auch einen Rücktritt nicht ausgeschlossen. Schon damals glaubte Franziskus, dass ihm nur zwei bis drei Jahre blieben. Sollten seine gesundheitlichen Beschwerden überhandnehmen, werde er dem Beispiel seines Vorgängers Benedikt XVI. folgen, der im Februar 2013 aus Altersgründen seinen Rücktritt erklärt hatte. Der Argentinier Jorge Bergoglio war daraufhin am 13. März 2013 zum Nachfolger des deutschen Papstes gewählt worden.

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