Der neue A4: Kein Audi kann mehr

Im Stau fährt der neue Audi A4 von selbst, in Kurven und bei Kreuzungen passt er das Tempo automatisch an und wenn es hart auf hart kommt, bremst er auch.

Im Stau fährt der neue Audi A4 selbst, in Kurven und bei Kreuzungen passt er das Tempo automatisch an und wenn es hart auf hart kommt, bremst er auch.

Der neue Audi A4 sieht fast wie ein A6 aus, fährt im Stau auf Wunsch selbst, zählt nun zu den leisesten, leichtesten und gilt als der sparsamste seiner Klasse. Was den Neuen wohl zum besten Audi der Geschichte macht und wann er an den Start geht.

Der neue Audi macht ordentlich was her. Ist er doch größer als sein Vorgänger und auch mit einem neuen wuchtigeren Grill ausgestattet. Und er wirft richtig Falten. Aber nicht altersbedingt, sondern weil es derzeit höchst in Mode ist, das Blech zu falten. Wie bei anderen neuen Hausmodellen des Konzerns wie dem VW Passat und dem Skoda Oktavia erhalten die Seitenlinien durch den neuen Extraknick so auffällige Konturen. Die Leuchten werden, ähnlich dieser Modelle, zu richtigen Sehschlitzen. Im Cockpit dominiert, wie im neuen Passat, ein breites Luftdüsenband.

Doch wesentlich mehr Neuheiten, sind nicht auf den ersten Blick erkennbar. So bleibt bei der Konstruktion des neuen Audi A4 und A4 Avant kein Stein auf dem anderen. Wurde die neue Mittelklasse aus Ingolstadt doch völlig neu konstruiert. Herausgekommen ist nicht nur ein optisch dominanteres Modell, es wartet auch mit zahlreichen Bestwerten auf.

So ist der A4 mit einem vorbildlichen cw-Wert von 0,23 ausgestattet und weist so den geringsten Luftwiderstand seiner Klasse aus. Selbst der Kombi braucht mit 0,26 cw nicht viel mehr.

Sparsamster Kombi aller Zeiten

Ein weiterer Spitzenwert sind die niedrigen Emissionswerte. So wurde der Verbrauch um bis zu 21 Prozent reduziert. So ist der Avant 2.0 TDI ultra mit 150 PS der erste Kombi seiner Klasse, der mit weniger als 100 g/ CO2 (99 Gramm) auskommt. Beim der Limousine, dem A4 2.0 TDI ulta ,mit 150 PS sind es 95 Gramm CO2. Der 190 PS starke 2.0 TFSI emittiert in der Limousine 109 Gramm CO2 pro Kilometer, im A4 Avant ultra sind es 114 Gramm. Die beiden Benziner (TFSI) brauchen laut Hersteller im Schnitt 4,8 und 5,0 Liter. Möglich wird dieses Spritspar-Kunststück durch eine neue Generation von Vierzylinder-TFSI-Motoren durch ein neu entwickeltes Brennverfahren, das Kompressions- und Expansionphasen mit erhöhter Verdichtung verkürzt.

Weltpremiere 2015 Audi A4 Avant und Limousine (B9) in Ingolstadt

Neue starke Vier- und Sechszylinder

Insgesamt fahren sieben Motoren an den Start, drei Benziner und vier Diesel. Bei allen ist sowohl die Leistung gestiegen. Die Modelle sind mit Motoren zwischen 150 und 272 PS ausgestattet.
Als Topmotorisierungen sind zwei Diesel-Sechszylinder an Bord.

120 Kilo leichter

Der neue ist im Vergleich zu seinem Vorgänger zwar gewachsen, hat mehr Technik drin und ist nun trotzdem, je nach Motorisierung, um bis zu 120 Kilo leichter. Die Abspeckkur verdankt Audi einem intelligentem Werkstoffmix und Leichtbauteilen, die den Audi A4 zu einem der leichtesten Limousinen seiner Kategorie macht.

Auch bei den Windgeräuschen hat Audi ordentlich eins nachgesetzt und wie bei Aerodynamik auch bei der Geräuschkulisse den Bestwert herausgeholt.

Der Antriebsstrang und das Fahrwerk wurden komplett neu entwickelt. Das Sechsgang-Handschaltgetriebe, die Siebengang S Tronic (erstmals auch für Frontantriebler verfügbar ) und die Achtstufen-Tiptronic sind neu konzipiert. Eine neue Momentsteuerung ergänzt die Arbeit des Front- und Quattro-Antrieb. Für das stärkste Dieselmodell liefert Audi gegen Aufpreis ab 2016 das Sportdifferenzial an der Hinterachse.

Performance-Sprung bei der Fahrdynamik

Einen großen Sprung macht der neue A4 beim Fahrverhalten. Auf der einen Seite sportlich, also performanceorientiert, gleichzeitig wurde der Fahrkomfort erhöht. Fahrbahnunebenheiten sollen weniger denn je spürbar sein, dennoch soll das Gefühl für die Straße besser als zuvor sein. Basis für diesen von Audi propagierten Performance-Sprung ist die neu entwickelte Fünf-Lenker-Achse und die elektromechanische Servolenkung. Wer ein Modell ab 190 PS wählt, erhält eine dynamische Lenkung, die je nach Geschwindigkeit und Kurvenwinkel, Fahrwerk und Dämpfer regelt und kann so erstmals auch zwischen sportlichem und komfortablem Fahren wählen.

Audi übernimmt im Stau auf Wunsch selbst das Ruder

Die Ingolstädter haben nicht nur eine Reihe von Fahreigenschaften verändert, sondern sich auch bei Assistenzsystemen selbst übertroffen. Die wohl aufsehenerregendste Innovation ist, dass der Audi auch selbst fährt und bremst – zwar nur gegen Aufpreis, aber in höchst intelligenter Form. So bremst der Audi bei drohenden Unfällen bei einer Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h selbst. Bis zu 80 km/h wird die Aufprallgeschwindigkeit zumindest reduziert. Besonders bequem: Im Stau fährt der Audi bis zu 65 km/h selbst.

Auto passt Geschwindigkeit in Kurven und Kreuzungen selbst an

Bald wird man den Fahrer im Audi wohl nur noch als Attrappe benötigen. Denn das Auto benötigt, wenn die Entwicklung so weiter geht, bald gar keinen Fahrer mehr. Denn viele der neuen Assistenzsysteme passen bereits jetzt schon automatisch die Geschwindigkeit an äußere Umstände an. Zu den Helfern zählen etwa auch ein Kreuzungsassistent, der Kollisionen beim Abbiegen vermeidet, ein Abbiegeassistent, eine Verkehrszeichen-Erkennung, ein Spurwechsel-Assistent, ein Querverkehrs-Assistent, ein Parkassistent, der sowohl quer als auch der längs nach automatisch einparkt und längs auch wieder selbst ausparkt. Neue Features bietet auch der Tempomat. Das damit verbundene Assistenzpaket Tour passt sich Tempolimits an, sondern passt die Geschwindigkeit auch Kurven, Kreisverkehre und Kreuzungen an. Muss man eigentlich nur noch das Lenkrad halten und los gehts.

Effizienz-Minimalist

Dem setzt Audi noch eins drauf: Die jeweiligen Tempolimits sollen sprittechnisch bis hin zum sogenannten Segeln ausgereizt werden und so noch einmal zehn Prozent Sprit sparen. Diese neue Assistenzfunktion trägt den unmissverständlichen Namen Effizienz-Assistent.

Marktstart ist Herbst 2015. Die Preise wurden allerdings noch nicht bekannt gegeben.

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