Betriebsansiedlungen: Wien boomt auch in der Corona-Krise

Wien ist in - auch im Ausland. Das zeigt die hohe Zahl an neuen Betriebsansiedlungen. Im Jahr 2021 haben sich trotz der Corona-Krise 225 neue ausländische Unternehmen in der österreichischen Bundeshauptstadt angesiedelt.

Die perfekte Kombination aus modernster Infrastruktur, hoher Lebensqualität und besten Geschäftsmöglichkeiten zieht jährlich hunderte internationale Unternehmen nach Wien.

Die perfekte Kombination aus modernster Infrastruktur, hoher Lebensqualität und besten Geschäftsmöglichkeiten zieht jährlich hunderte internationale Unternehmen nach Wien.

In der österreichischen Bundeshauptstadt Wien lässt es sich gut leben und gut Geschäfte machen - das wissen auch Unternehmerinnen und Unternehmer im Ausland. Zwei Jahre Corona-Krise konnten daran nichts ändern. Die Attraktivität der Stadt Wien als Firmensitz ist ungebrochen, wie die Zahl der neuen Betriebsansiedlungen ausländischer Unternehmen aus dem Jahr 2021 belegt.

225 ausländische Unternehmen haben sich im Jahr 2021 neu in Wien angesiedelt und dabei insgesamt 2.673 neue Arbeitsplätze geschaffen. Auch in der Investitionsbilanz macht sich der Zuzug der Unternehmen bemerkbar: Die Ansiedlungen haben 442 Millionen Euro an Investitionen ausgelöst. Bürgermeister Michael Ludwig sieht die Stadtentwicklung daher auf dem richtigen Kurs. „Dieses klare Bekenntnis von 225 internationalen Betrieben zum Standort Wien zeigt, dass unsere vorausschauende und stabile Kurssetzung auch im Ausland als Basis für den wirtschaftlichen Erfolg geschätzt wird“, erklärt Ludwig.

Erfolgreiches Standortmarketing

Mit ein Grund für nur hinter dem Jahr 2019 zweitbeste jemals erzielte Zahl von Neuansiedlungen in der Bundeshauptstadt ist das in den vergangenen Jahren stark intensivierte internationale Standortmarketing, das Wien ins Blickfeld internationaler Unternehmen rückt. Das erfolgreiche Rezept soll auch 2022 weitergeführt werden. „In der internationalen Bewerbung des Wirtschaftsstandorts lassen wir auch 2022 nicht locker und führen unsere globalen Aktivitäten konsequent weiter“, betont Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke.

Hanke unterstreicht zudem die gute Zusammenarbeit der Wirtschaftsagentur Wien mit der Austrian Business Agency, die ebenso ein Fundament für die erfolgreiche Ansiedlung ausländischer Unternehmen in Wien schafft und erklärt: "Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es umso wichtiger, möglichst viele Unternehmen davon zu überzeugen, dass Wien immer ein guter Nährboden für wirtschaftlichen Erfolg und internationalen Austausch ist."

Top-Herkunftsländer

Nur wenig überraschend ist, dass das Herkunftsland aus dem die meisten Unternehmen stammen unser Nachbarland Deutschland ist. 41 Deutsche Unternehmen haben sich im Jahr 2021 neu in Wien angesiedelt. Überraschender sind hingegen die Nationen auf den Plätzen 2 und vor allem auf Platz 3. Mit 19 Projekten belegt Italien Rang 2 und mit 17 neu angesiedelten Betrieben liegt die USA auf Rang 3. Erstmals haben sich auch Betriebe aus Tunesien und Kamerun angesiedelt.

Top-10-Herkunftsländer

Rang Land Anzahl d. Unternehmen
1 Deutschland 41
2 Italien 19
3 USA 17
4 Schweiz 14
5 Großbritannien 13
5 Ungarn 13
7 Frankreich 9
7 Niederlande 9
9 China 8
10 Russland 7

Quelle: Wirtschaftsagentur. ABA

Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, dazu: "Unser internationales Team hat 2021 trotz Einschränkungen in der Reisetätigkeit einen wesentlichen Beitrag zu diesem Top-Ergebnis geliefert. Wir wissen: vor allem im persönlichen Kontakt sind die wirtschaftlichen Vorteile, die Wien zu bieten hat, besonders erfolgreich zu vermitteln und ansiedlungswillige Unternehmen ergreifen gerne die Hand, die wir ihnen bei solchen Gelegenheiten reichen.“

IT- und Life Sciences dominieren

Die 225 neuen ausländischen Betriebe in Wien sind zwar über zahlreiche Wirtschaftsbranchen verteilt, stolz macht die Stadtverantwortlichen jedoch, dass Unternehmen aus den Zukunftsbranchen Life Sciences und IT -Bereich sind besonders stark vertreten sind.

Ein Beispiel dafür ist das US-Technologie-Unternehmen Dynatrace. Ursprünglich 2005 in Linz gegründet und mittlerweile an der NYSE (New York Stock Exchange) notiert kam das von seinem Firmensitz in Boston aus global tätige Unternehmen 2021 nach Österreich zurück und eröffnete in Wien ein neues Forschungs- und Entwicklungslabor. Dort arbeiten Softwareentwickler und Produktmanager an neuen Technologien zur Bewältigung der massiven Zunahme an Daten. Florian Dorfbauer, Leiter des Wiener Dynatrace-Labors: "Unser Office in Wien fungiert als internationaler Tech-Hub, der unsere Entwicklungslabs weltweit miteinander verbindet. Die perfekte Lage am Hauptbahnhof und die direkte Verbindung zum Wiener Flughafen ermöglichen unseren internationalen Teams eine persönliche Zusammenarbeit"

Dynatrace Lab Vienna

Auch die in Budapest gegründete Programmierschule Codecool setzt auf Wien als neue wirtschaftliche Heimat. Die Zielgruppe von Codecool sind junge Erwachsene, das Unternehmen möchte mit seiner Tätigkeit dem Fachkräftemangel im IT-Bereich entgegenwirken. „Wien ist für Codecool ein idealer Wirtschaftsstandort, denn die Nachfrage nach geeigneten IT-Fachkräften in Österreich ist enorm.

Jeder 13. erwirtschafte Euro in Österreich ist der IT-Branche zuzuschreiben, fast die Hälfte der gesamten Bruttowertschöpfung ist am Standort Wien konzentriert. Klassische akademische Studiengänge werden dabei den Bedarf allein niemals decken können. Wir sind davon überzeugt, dass wir dem IT-Fachkräftemangel hier mit innovativen Ausbildungen entgegenwirken können“, so Sigrid Hantusch-Taferner, Country Manager bei Codecool Austria.

Wiener Service für internationale Fachkräfte

Der international steigenden Nachfrage am Wirtschaftsstandort Wien begegnet die Stadt mit konkreten Unterstützungsleistungen für ausländische Fachkräfte. So gibt es mit dem Business Immigration Office (BIO) der Wirtschaftsagentur Wien seit letztem Jahr eine neue Servicestelle speziell für aufenthaltsrechtliche Fragen. Hier ist das Beratungs-Know-how der Wirtschaftsagentur Wien mit der behördlichen Kompetenz der MA35 unter einem Dach vereint. In den rund fünf Monaten seit Beratungsbeginn konnte das Team der Wirtschaftsagentur Wien im BIO bereits in mehr als 1.100 Beratungsgesprächen das internationale Fachpersonal unterstützen – und somit dazu beitragen, dass Wiener Unternehmen die benötigten Arbeitskräfte auch rechtlich abgesichert einstellen können.

Im Expat Center der Wirtschaftsagentur Wien geht die Beratung der internationalen Fachkräfte seit mittlerweile 11 Jahren weit über die Klärung rein rechtlicher Fragen zur Aufenthaltsbewilligung hinaus. Bisher wurden hier bei mehr als 15.000 Beratungsgesprächen individuelle Hilfestellung bei Themen rund um familiäre Veränderungen, Berufswechsel, Umzug, Krankheit geleistet. Für beide Servicestellen – Business Immigration Office und Expat Center – geht man bei der Wirtschaftsagentur Wien zukünftig von insgesamt mindestens 2.500 jährlichen Beratungsgesprächen aus.

Auch das AMS Wien ist in viele Verfahren eingebunden. Es unterstützt ausländische Arbeitskräfte bei arbeitsmarktrechtlichen Fragen und erleichtert es ihnen damit, sich in Wien anzusiedeln.

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