Frankreich brachte "nicht schönste Erfahrungen" für Alaba

David Alaba hätte seinen 24. Geburtstag gerne ganz anders gefeiert. Doch statt in Mallemort, dem Trainingscamp der österreichischen Nationalmannschaft während der Fußball-EM in Frankreich, begeht Alaba seinen Feiertag am Freitag schon wieder daheim in Wien. "Es ist sehr enttäuschend, wir haben uns mehr vorgenommen", sagte er nach dem Aus in der EM-Gruppenphase.

David Alaba enttäuscht und nachdenklich

David Alaba enttäuscht und nachdenklich

Alaba symbolisiert am besten den Aufstieg des ÖFB-Nationalteams in den vergangenen Monaten und Jahren. Groß waren daher auch die Hoffnungen, dass der Bayern-Star die Mannschaft als Leistungsträger zumindest ins EM-Achtelfinale führt. Doch Alaba konnte genauso wie das Team die hohen Erwartungen nicht erfüllen und sah sich erstmals im Nationalteam auch Kritik ausgesetzt. "Ich habe versucht, mich damit nicht zu befassen. In manchen Dingen habe ich das vielleicht anders gesehen, in manchem teile ich die Kritik. Vielleicht ist es auch positiv, dass die Erwartungen bei mir so hoch sind", erklärte er.

Der Wiener wird als vielseitiger Spieler geschätzt, vier Positionen innerhalb kurzer Zeit waren dann aber doch eine zu viel. Während er bei den Bayern links in der Viererkette oder als Innenverteidiger eingesetzt wurde, stellte ihn Teamchef Marcel Koller zunächst wie gewohnt im defensiven Mittelfeld auf. Gegen Portugal kam er offensiver zum Zug und gegen Island aufgrund der Systemumstellung sogar fast als Stürmer. Allerdings fand er so nicht richtig ins Spiel. "Schwer zu sagen, ob es am System gelegen hat. In der ersten Halbzeit war es für mich nicht einfach, wir haben die Linie nicht gefunden", sagte Alaba.

Das gilt für die gesamte Mannschaft von Turnierbeginn weg. Dennoch ist Alaba überzeugt, dass der Weg stimmt. "Wir haben tolle Spieler in unseren Reihen, die es in ihren Vereinen immer wieder zeigen, dass sie Leistungsträger sind. Wir haben schon oft beweisen, dass wir als Mannschaft sehr stark auftreten können, wenn wir das als Kollektiv umsetzen können. Wir haben in der Qualifikation gesehen, dass wir dann eine sehr gefährliche Mannschaft sind", betonte er.

Die Chancen, das auch in Frankreich zu zeigen, waren da. Er selbst etwa hatte im Auftaktspiel gegen Ungarn mit einem Stangenschuss nach rund 30 Sekunden Pech, gegen Island holte er in der ersten Hälfte einen Elfmeter heraus. Alaba und Abwehrchef Aleksandar Dragovic waren als Elfmeterschützen bestimmt, Dragovic schnappte sich den Ball - und vergab. "Drago ist normal ein sehr sicherer Schütze. Ich war der Gefoulte. Er ist schnell nach vorne gekommen und hatte schon den Ball in der Hand. Er hat sich sehr gut gefühlt und wollte den Elfmeter schießen", kommentierte Alaba die vielleicht entscheidende Aktion.

Nun gilt es, aus der EURO die richtigen Lehren zu ziehen. Bereits im September beginnt die Qualifikation für die WM 2018 in Russland, erstmals seit 20 Jahren will man dann auch wieder bei einer Weltmeisterschaft dabei sein. "Wir haben Erfahrungen gesammelt, die natürlich nicht die schönsten waren", weiß Alaba. Aber: "Unser Buch ist noch nicht zu Ende geschrieben. Es ist ein Kapitel, kein schönes Kapitel. Um weiterzukommen, gehört vielleicht irgendwo ein Kapitel dazu, das so aussieht. Wir wollen das nächste Kapitel aufschlagen".

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