Zwischen Profit & Pleite

Nach den Milliardenverlusten der Bawag und der Hypo Alpe-Adria sind Hedgefonds ins Gerede gekommen. Doch die meisten Fondsmanager haben das Risiko im Griff und erzielen solide Erträge.

Palmen, Sonne, weißer Sand und ein türkisblaues Meer galten bisher als Assoziationen zur Karibik. Doch fällt heute das Wort „Karibik“, sehen die meisten Österreicher nur noch rot. Die Bawag verspekulierte durch karibische Hedgefondsgeschäfte eine Milliarde Euro, die Hypo Alpe-Adria 328 Millionen Euro. Hedgefonds hatten schon vor dem „Bermudadreieck der österreichischen Banken“ nicht den besten Ruf, jetzt ist ihr Image vollends zerstört. Sogar Banker nennen sie polemisch „Wegelagerer des Kapitalismus“ oder „Heuschrecken“.

Doch was sind Hedgefonds eigentlich? Unter dem Sammelbegriff spekulieren heute mehr als 8.000 verschiedene Manager – Tendenz: stark steigend. Die Strategien reichen von globalen Wetten auf Währungen wie beim Meisterspekulanten George Soros bis zu Warentermingeschäften von österreichischen Hedgefondsmanagern wie Bernd Hasenbichler und Superfund-Chef Christian Baha.

Wichtigste Gemeinsamkeit ist, dass die Branche praktisch keiner Einschränkung bei der Wahl der Waffen unterliegt. Mathias Bauer, Chef der Raiffeisen-Fonds: „Klassische Fonds dürfen nur auf steigende Kurse setzen. Hedgefondsmanager können mit Optionsscheinen, Futures oder auch anderen Derivaten sowohl auf steigende als auch fallende Kurse spekulieren.“ Weil man also auch in Bärenmärkten Geld verdienen kann, eignen sich Hedgefonds auch als Depotabsicherung („to hedge“ heißt auf Deutsch „absichern“). Entgegen ihrem Ruf als riskantem Investment entwickeln sich die Renditen durchaus solide. So weist zum Beispiel der Credit-Suisse/Tremont-Hedgefondsindex seit 1993 eine Gesamtrendite von knapp 250 Prozent aus, die ohne gröbere Verluste erzielt wurde.

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