Zurück in die Garage

Der Gründergeist weht wieder durch das Silicon Valley. Ein Insider hat sich angesehen, was aus den Gründern von einst wurde und warum viele wieder zurück sind.

Was würden Sie empfinden, wenn Sie ein Unternehmen aus dem Nichts – genauer gesagt aus der sprichwörtlichen Garage – aufbauen, die Aktien erfolgreich an die Börse bringen, Ihre Firma zur zweitgrößten Website im Internet machen, 3.000 Menschen beschäftigen, nur um alles wieder den Bach runter gehen zu sehen?

Einem Mann wie Joe Kraus, der schon etliche Firmen gründete, fällt die Antwort leicht: „Man fängt noch mal ganz von vorne an.“ Den Mitbegründer von Excite – einem Internetportal mit integrierter Suchmaschine – haben viele von uns vermutlich schon vergessen. Aber Excite war das Google seiner Zeit: kreativ, zukunftsorientiert und „search“-gesteuert. Als wir uns 1996 gerade erst mit der Neuheit „E-Mail“ anfreundeten, wurde Excite bereits mit 177 Millionen Dollar an der Börse gehandelt. 1999 fusionierte die Firma mit dem Breitband-Dienstleister @Home. Die 6,7-Milliarden-DollarFusion bescherte Kraus und seinen Partnern jeweils einen Nettogewinn von mehr als zehn Millionen Dollar.

Aber der Traum von dicken Bankkonten, Luxusappartements und Learjets auf Lebenszeit sollte nicht in Erfüllung gehen. Außerstande, mit ihrem Internet-Startup Einkünfte zu erzielen, musste Excite Ende 2001 nach dem Platzen der Dotcom-Blase Insolvenz anmelden.

Heute trifft man Kraus wieder im Valley. Er ist zur alten Tagesordnung zurückgekehrt. Nur mit dem kleinen Unterschied, dass er aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat und diese Erkenntnisse in das Internet-Startup JotSpot einfließen lässt, das Wiki-Technologien für Online-Kommunikation entwickelt.

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