Zukunft der Medien: Lektüre von morgen

Online-Werbung ist der am raschesten wachsende Werbemarkt. Eine Gefahr für die arrivierten Print-Titel. Wie sollen sie das Netz für sich nutzen?

Die Revolution? Sie ist – vielleicht – in den USA zuhause:
In New York, dort, wo der australische Medienunternehmer Rupert Murdoch im Sommer das „Wallstreet Journal“ übernommen hat. 5,6 Milliarden Dollar hat er für das Traditionsblatt hingelegt, und ganz offensichtlich hat er damit Großes, ja Revolutionäres vor. Schon vor der Übernahme hatte Murdoch laut darüber spekuliert, dass das Blatt möglicherweise bald nicht mehr als Printprodukt, sondern nur noch als Online-Version erscheinen werde. Nun will Murdoch die Online-Ausgabe der Zeitung im Netz gratis anbieten. Ein überraschender Wandel – denn das „Wallstreet Journal“ gehörte bisher zu den wenigen Medien, die mit ihren aufwendigen Online-Portalen ernsthaft Geld verdient haben. Wsj.com ist bisher eine nur für Abonnenten offene Seite, immerhin 65 Millionen Dollar hat das „Wallstreet Journal“ mit seiner Netzaktivität im vergangenen Jahr verdient.

Warum also jetzt die neue Stoßrichtung? Was hat Murdoch damit vor?

Die Antwort darauf ist wohl die spannendste Frage, die es derzeit im Medienbusiness zu stellen gibt. Wie können Internet und Printtitel in Zukunft nebeneinander existieren, wie sich gegenseitig nicht kannibalisieren? Zehn Jahre, nachdem das Internet zu einem Massenmedium wurde, haben die meisten Verlage darauf noch keine wirkliche Antwort gefunden. Braucht es eigenen, mit viel Personalaufwand hergestellten Nachrichten-Content, wie ihn im deutschen Sprachraum der „Spiegel“ und der „Standard“ anbieten? Soll die Zeitung im Netz ein Unterhaltungs- und Filmabspielportal sein, so wie es der Axel-Springer-Verlag rund um die „Bild“-Zeitung probieren möchte? Oder doch ein vom Inhalt des Printtitels weit entfernter Community-Channel, wie es die Verlagsgruppe NEWS mit mywoman.at probiert, auf dem sich die „Woman“-Fans in bester Web-2.0-Manier gegenseitig mit Geschichten versorgen?

Genau über dieses Thema wird auch bei den Medientagen und der Medienmesse, die kommende Woche in Wien über die Bühne gehen, heftig diskutiert werden.

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