,,Zu viel kaltes Geld‘‘

Goldman Sachs gilt als globale Nummer eins der Investmentbanken und verdient mit Börsengängen und im Wertpapierhandel Milliarden. Henry „Hank“ Paulson, Chef von Goldman Sachs, im FORMAT-Interview über das Risiko eines Finanzschocks und die Verteilungsprobleme der Globalisierung.

In der Finanzbranche gilt Goldman Sachs als wohl feinste Adresse. Ein Drittel aller US-Aktien wird über die Investmentbank mit Sitz in New York gehandelt. Als Organisator von Firmenübernahmen und Fusionen gehört Goldman Sachs zu den wichtigsten Motoren der Globalisierung, ebenso im Bereich Rohstoffhandel und Hedgefonds. Die Haupteinnahmequelle ist allerdings längst der Handel mit Wertpapieren, vor allem von Anleihen. In Österreich ist Goldman Sachs heuer Co-Lead-Manager der Emissionen von Wiener Städtische, Erste Bank und Post. Goldman Sachs orientiert seine Geschäfte hauptsächlich an den Bedürfnissen von Großkunden – Privatpersonen können über Investmentfonds vom Know-how profitieren.

Das 1869 von Marcus Goldman gegründete Geldinstitut bekam nach Eintritt seines Schwiegersohnes Samuel Sachs seinen heutigen Namen.

Die Bank ist seit 1999 börsennotiert, aber die zum Partner aufgestiegenen Mitarbeiter üben auch heute noch einen entscheidenden Einfluss aus. Ein Berufseinstieg bei Goldman Sachs gilt als beste Basis für den Start einer Traumkarriere. Schon Einsteiger – etwa im Analystenprogramm – können mit 90.000 Euro Gage plus Bonus rechnen – dafür wird allerdings ein Einsatz fast rund um die Uhr erwartet. Wer es zum Partner schafft, kassiert 400.000 Euro, die sich durch Prämien häufig auf einen siebenstelligen Betrag vermehren.
An der Spitze des Kapitalmarkt-Konzerns steht Hank Paulson, der im Vor-
jahr 38,8 Millionen Dollar einstreifte.

FORMAT traf Paulson während des globalen Investorentreffens von Goldman Sachs, das in der vergangenen Woche in Wien stattfand, zum Interview.

Format: Mister Paulson, die Weltwirtschaft erlebt einen spektakulären Boom, an den Börsen ist wieder viel Geld zu verdienen, der Dow Jones notiert wieder in der Nähe eines Allzeithochs. Werden
die fetten Jahre noch lange dauern?
Paulson: Wir erleben jetzt den stärksten Zyklus der Wirtschaftskonjunktur in meiner gesamten Berufskarriere. Es gibt überall auf der Welt kräftiges Wachstum. Und seit längerer Zeit ist die Welt mit einem Strom von Liquidität überschwemmt, der nach einer ertragreichen Veranlagung sucht. Deshalb bin ich recht optimistisch.

Das ganze Interview lesen Sie im neuen FORMAT

Bonität

Vier Jahre nach dayli-Pleite: 11 Millionen in erster Gläubiger-Quote

Interview: Jon Stephenson von Tetzchner, Gründer von Opera und Vivaldi Technologies

Digital

"Unternehmen brauchen eine Vision, eine Mission"

Der G20 Gipfel in Hamburg beginnt erst im Juli - Proteste dagegen gibt es bereits seit Monaten.

Politik

Sicherheitsrisiko G20-Gipfel - "Welcome to Hell"