Zloty, Peso, Lira als Rezept für hohe Renditen

Ein altes Anlegermotto heißt: Wer gut schlafen will, soll Anleihen ­kaufen, wer gut essen will, Aktien. Ganz abgesehen davon, dass zuletzt von „gut essen“ bei Aktien keine Rede sein konnte, gibt es durchaus Anleihenfonds, mit denen man zweistellig verdienen kann. So hat der Espa Cash Emerging Markets (AT0000500939) seit dem Start im November 2005 insgesamt 30,2 Prozent plus erzielt. In den vergangenen zwölf Monaten schaffte Fondsmanager Anton Hauser sogar einen Gewinn von 17,2 Prozent. Trotz dieser spektakulären Renditen hielten sich die Kursschwankungen in engen Grenzen (siehe Chart).
Bis zu 18 Prozent Jahreszinsen. Hausers Erfolgsrezept: Er legt das Fondskapital kurzfristig in exotischen Währungen an, die zum Teil extrem hohe Zinsen zahlen. Aktueller Spitzenreiter ist die türkische Lira mit 18 Prozent, gefolgt vom brasilianischen Real mit zwölf Prozent. Die wichtigste Währung im Fonds ist derzeit der polnische Zloty, gefolgt vom mexikanischen Peso, der türkischen Lira, der tschechischen ­Krone und dem brasilianischen Real. Im Durchschnitt über alle Währungen ­kassiert der Fonds derzeit 8,8 Prozent Zinsen. Erfreulicherweise ist ein Teil ­davon sogar KESt-frei. Nur etwas über die Hälfte der Zinseinnahmen ist steuerpflichtig, der Rest stammt aus Devisentermingeschäften, für die keine KESt anfällt. Den Umweg über Devisentermingeschäfte nimmt Hauser vor allem bei Währungen, die nur eingeschränkt konvertierbar sind, wie zum Beispiel dem chinesische Yuan oder der indischen Rupie.

Natürlich besteht bei Exotenwährungen immer die Gefahr, dass die hohen Zinsen durch Kursverluste zunichtegemacht werden. In jüngster Zeit sind aber die Chancen auf Kursgewinne weitaus höher als das Risiko von Abwertungen. Viele der Schwellenländer erzielen nämlich im Export gewaltige Überschüsse und häufen milliardenschwere Devisenreserven an, was früher oder später zu einem Aufwertungsdruck führt. In den vergangenen Monaten hat Hauser ganz offensichtlich die richtigen Währungen erwischt: Die Jahresrendite von 17,2 Prozent verdankt der Fonds ungefähr zur Hälfte den hohen Zinsen und zur anderen Hälfte den Kursgewinnen.

Das wichtigste Kursrisiko der Exotenwährungen besteht in ihrer mehr oder weniger starken Koppelung an den US-Dollar. Damit der Fonds nicht unter der Schwäche der US-Währung leidet, sichert Fondsmanager Hauser die Dollar-Komponente laufend ab. Das hat sich insgesamt sehr positiv auf die Erträge ausgewirkt, allerdings konnte der Fonds auch nicht vom jüngsten Comeback des Dollars profitieren. Da die Entwicklung des Dollars zum Euro praktisch nicht prognostizierbar ist, wird der Dollar gegenüber dem Euro auch in Zukunft abgesichert bleiben. Die Anleger profitieren aber weiterhin voll, wenn sich die Währungen im Fonds positiv zum Dollar entwickeln.

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