Wolfgang Flöttls Aufstieg und Fall, sein Privatleben und sein verlorener Luxus

Die Lebensgeschichte von Österreichs berühmtestem Spekulanten. „Zu besten Zeiten waren es 250 bis 350 Millionen Dollar. Heute besitze ich rund zwei Millionen Dollar.“ Wolfgang Flöttl über seine Vermögenssituation

Wolfgang Flöttl besucht Kreta. In letzter Zeit geschieht das besonders häufig. Seit dem Beginn des Bawag-Prozesses am 16. Juli zählt das griechische Restaurant in der Wiener Rainergasse 12 zu seinen bevorzugten Lokalen. „Das Essen ist gut und leistbar“, sagt Flöttl. „Ich bin gerne hier.“ Derzeit fehle ihm einfach die Kraft, sich am Abend noch in die Küche zu stellen. Seine bevorzugte Menü-Kombination im „Kreta“: Bauernsalat, Kalamari und Baklava.

Die Antriebslosigkeit ist nicht überraschend: Immerhin schwitzt der 52-jährige Investmentbanker tagtäglich im Großen Schwurgerichtssaal des Wiener Straflandesgerichts. Von Montag bis Donnerstag muss sich Flöttl im Bawag-Verfahren dem Vorwurf der Beihilfe zur Untreue stellen. Durchschnittlich sechs Stunden am Tag drückt er die Anklagebank. Das Gericht verlässt er spät und erschöpft. Daran wird sich so bald nichts ändern, denn ein Urteil wird frühestens Ende November gefällt. Bei einem Schuldspruch drohen Flöttl – für ihn gilt die Unschuldsvermutung – bis zu zehn Jahre Haft, was seinen persönlichen Stressfaktor noch weiter erhöht.

„Der Prozess ist eine heikle Sache für mich. Dazu werden Sie kein Wort von mir hören“, sagt Flöttl und nippt an seinem Makedonikos, einem trockenen, blumigen Weißwein. Das abendliche FORMAT-Treffen in der griechischen Taverne findet während der einwöchigen Prozesspause Mitte August statt – und ist nicht geplant gewesen. Denn offizielle Interviewanfragen werden von Flöttl beziehungsweise seinem Rechtsanwalt Herbert Eichenseder kategorisch abgelehnt.

Überraschend daher, dass sich Flöttl an diesem Abend Zeit nimmt, um eine halbe Stunde ungezwungen mit FORMAT zu plaudern. Seine blonde Begleitung muss währenddessen warten. Ehefrau? Schwester? „Nein, eine gute Freundin aus meiner Studienzeit in Wien“, antwortet Flöttl. „Ihr Vater war Künstler. Einige seiner Werke habe ich gekauft.“ Franz Zadrazil? „Ja.“ Sind ihnen viele Freunde geblieben? „In Österreich habe ich nur ganz wenige, gute Freunde.“ Julius Meinl? „Der ist sicher einer davon“, sagt Flöttl und ergänzt: „Das können Sie auch ruhig schreiben.“

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