Wirtschaftsraum Alpen: Wer wie viel mit Gipfeln und Pisten verdient - der Atlas

40 Prozent der Österreicher leben und arbeiten in den Alpen. 260 Bergbahnen-Gesellschaften machen jährlich einen Gesamtumsatz von 1,164 Milliarden Euro. 65 Prozent der Bundesfläche gehören zu den Alpen. 7.200 Pistenkilometer werden von 50 Mio. Wintersportlern frequentiert. 7.261 Hotels und Pensionen erwirtschaften mit 270.000 Betten Winter für Winter 7,2 Milliarden Euro.

Eine knappe Autostunde von München entfernt, versteckt hinter dem Wilden Kaiser, erstreckt sich Tirols teuerstes Pflaster. Mit seinen 270.000 deutschen Gästen, die hier Jahr für Jahr absteigen, ist Kitzbühel zwar das Mekka der bayerischen Prominenz, doch nur einer von vielen Winter-Hotspots. Im Vorjahr ließen die Besucher aus dem Norden erstmals mehr Geld in der Alpenrepublik als in Spanien. Kitz und Co haben Mallorca und Ibiza den Rang abgelaufen.

FORMAT blickt hinter die Kulissen der verschneiten Hänge und erkundete erstmals, wem die wichtigsten Gipfel, Lifte und Pisten gehören und wer davon profitiert. Denn mit einem Anteil von mehr als der Hälfte an der gesamten Bundesfläche bleibt der alles dominierende Gebirgszug mit seinen Bodenschätzen, Wasservorräten und seiner einzigartigen Kulturlandschaft auch im 21. Jahrhundert das größte Kapital Österreichs: vom Seilbahn-Weltmarktführer Doppelmayr über den Lift-Logistiker SkiData bis zur Hüttenwirtin und vom Hotelier über den Skilehrer bis zum Bauern, über dessen Wiesen die Sportler wedeln – es gibt niemanden, der nicht vom Reichtum des Jahrmillionen alten Gebirges profitiert.

Cash für Tausende Bauern. Zu den größten alpinen Grundbesitzern gehören – neben den Österreichischen Bundesforsten (ÖBF) und dem Alpenverein – nach wie vor die Bergbauern. Viele der Landwirte sind nicht nur Herren über Almen und Wälder, sondern nennen auch zahlreiche Pistenkilometer ihr Eigen. Und diese Liegenschaften sind durchaus rentabel: Zehn Cent wirft ein an die lokalen Liftgesellschaften vermieteter Quadratmeter im Schnitt pro Saison ab – und kann in der Regel auch im Sommer als Weide genutzt werden.

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT
PLUS: Wem gehören die Alpen?
PLUS: Kitzbühel: Wer im Monte Carlo der Alpen regiert

FMA Strafe: Über die "Mountain Capital Group kitzVenture" brauen sich dunkle Wolken zusammen.

Geld

FMA verdonnert kitzVenture wegen irreführender Werbung

Egon Schiele: "Selbstbildnis mit Pfauenweste" (Ausschnitt), 1911, Gouache, Tempera, Aquarell und blaue Kreide auf Papier, auf Karton aufgezogen.

Stil

"Egon Schiele - ein radikaler Gegenpol zu Klimt"

Christoph Kotanko, Korrespondent der Oberösterreichischen Nachrichten in Wien

Standpunkte

Christoph Kotanko: "Sie werden sich noch wundern"