Wirtschaftsmacht Vorarlberg

Das zweitkleinste Bundesland erzielt das zweithöchste Wachstum: Warum die Wirtschaft im Ländle so erfolgreich agiert.

Die Firma Omicron electronics GmbH bedient eine hochspezialisierte Nische: Sie ist Anbieter von innovativen Schutz- und Messtechnik-Prüfsystemen im Bereich der Sekundär- und Primärprüftechnik. Das Unternehmen startete erstmals 1984. Sechs Jahre später waren noch fünf Personen beschäftigt, und heute, 21 Jahre später, wurden 150 neue Jobs geschaffen. Der Jahresumsatz liegt nun bei beachtlichen 22,4 Millionen Euro. Und 98 Prozent der Produktion fließen in den Export. Des Weiteren gibt es Niederlassungen in Großbritannien, Deutschland, Spanien, Südafrika, USA und Hongkong. Omicron-Geschäftsführer Martin Pfanner: „Vorarlberg als Wirtschaftsstandort ist wirklich hervorragend. Die Verwaltung ist uns als kompetenter Berater in vielem entgegengekommen. Ein Gesamtrahmen, in dem sich Erfolg natürlich leichter umsetzen lässt.“

Marktwirtschaft auf vollen Touren. Das Beispiel von Omicron ist nur eine von vielen Erfolgsgeschichten, die es aus der florierenden Vorarlberger Wirtschaft zu erzählen gibt. Das flächenmäßig zweitkleinste Bundesland Österreichs schafft es regelmäßig, auf der Klaviatur der ganz Großen mitzuspielen. Ja, mehr noch: Vorarlberger Unternehmen wie der Plastikflaschenerzeuger Alpla, der Lichtkonzern Zumtobel oder Möbelbeschlägehersteller Blum sind längst schon europäische Marktführer und sogar weltweit top in ihren Tätigkeitsbereichen. Das spiegelt sich auch in den statistischen Daten des Landes wider: Die Wirtschaft im Ländle erzielte im vorigen Jahr mit 2,9 Prozent das zweithöchste Wirtschaftswachstum in Österreich. Und auch die Exporte (5,4 Milliarden Euro) wuchsen weit über dem Österreich-Durchschnitt. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 6,1 Prozent und damit unter dem Österreich-Durchschnitt.

Verlagerung. Bis in die 70er Jahre war Vorarlberg im großen Ganzen von zwei Einnahmequellen determiniert: Textilindustrie und Tourismus. Damals erzielten Textilunternehmen in Vorarlberg 60 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung des Landes. Nun ist dieser Prozentsatz auf 17 Prozent gesunken. Im gleichen Zeitraum konnte die Textilschwäche durch die Sparten Eisen, Metall und Elektro, die von 18 auf 50 Prozent wuchsen, aufgewogen werden.

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