Wirtschaftsfaktor Klimaschutz

Umweltbewusstes Bauen, alternative Heizungen und treibstoffsparendes Fahren kurbeln die Gewinne kräftig an. Gleichzeitig schützen sie das Klima.

Als das „Haus der Zukunft“ in Kierling bei Klosterneuburg gebaut wurde, war die Zukunft noch in weiter Ferne, und darum wurde das Haus in den Sechzigerjahren auch so gebaut, wie das damals üblich war: schnell, äußerst effizient, was den Einsatz von Material betrifft, und äußerst unachtsam, was die Betriebskosten betrifft.

Dass dieser durchschnittliche Sechzigerjahre-Wohnbau am Rand von Klosterneuburg nun trotzdem „Haus der Zukunft“ heißt, liegt am Betreiber, der Wohnbaugesellschaft Buwog, und an einem ziemlich ehrgeizigen Plan. Das Haus, das aus 24 Wohnungen besteht, wird derzeit nach dem Passivhaus-Standard umgebaut, und zwar mit enormem Aufwand. Die Fassade bekommt eine vernünftige Wärmedämmung, aufwendige Verglasungen sollen eine bessere Sonnennutzung ermöglichen. Dazu kommt der Einbau einer Pelletsheizung, der Einbau von Wohnraumlüftungssystemen, Sonnenkollektoren sollen zur Warmwasser-Erzeugung genützt werden, und vieles mehr. Nach Ende aller Sanierungsarbeiten soll der Energieverbrauch im Haus um 85 Prozent sinken.

Das ist einerseits ein Dienst am Kunden, wie Buwog-Vorstand Daniel Riedl sagt: „Bei unseren Kunden kommt umweltbewusstes Bauen sehr gut an. Im geförderten Wohnbau, wo Mieten relativ gering sind, haben Betriebskosten wie Heizung einen besonders großen Anteil an den Wohnkosten.“

Und es ist andererseits auch ein Dienst am Wirtschaftsstandort: Insgesamt investiert die Buwog in Klosterneuburg nämlich 4,2 Millionen Euro. Geld, das der österreichischen Wirtschaft zugute kommt.

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