„Wirtschaftsblatt“ wird steirisch

Exklusiv: Die Styria steigt beim Wiener ET Multimedia-Verlag ein und vereint damit „Die Presse“ und das „Wirtschaftsblatt“ unter einem Dach.

Der frühere Geschäftsführer von T-Mobile, Friedrich Radinger (im Bild), war schon leicht verärgert, weil er zuletzt für alle möglichen Jobs gehandelt wurde, die er gar nicht wollte: Post-Vorstand zum Beispiel oder Chef der Niedermeyer-Kette.

Sehr wahrscheinlich wird Radinger, 50, aber bald tatsächlich eine neue Aufgabe übernehmen. Der Manager, der vor seiner Tätigkeit bei T-Mobile Geschäftsführer der Fernsehzeitung „Tele“ war und Anteile am Wirtschaftsmagazin „Option“ hielt, kehrt zurück ins Mediengeschäft.

Er soll Chef eines neuen Zeitungskonglomerats werden, das Horst Pirker, Chef der Styria AG („Kleine Zeitung“, „Die Presse“), in diesen Wochen auf die Beine stellt.

Der Startschuss für das hochgeheime Projekt fiel vor Weihnachten in Wien. Am 17. Dezember setzten Pirker und Kurt Stiassny, Chef der Beteiligungsgesellschaft Unternehmensinvest AG (UIAG), ihre Unterschriften unter einen Letter of Intent von großer Tragweite für die österreichische Medienlandschaft.

Geplant ist der Einstieg der Styria bei der ET Multimedia (ETM), an der die UIAG mit ihrem Partner Deutsche Beteiligungs AG 53 Prozent hält. Der ETM, die rund 40 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaftet, gehören neben Zeitschriften wie „Wiener“, „Wienerin“, „Option“ oder „Diva“ als wichtigstes Asset fünfzig Prozent an der Tageszeitung „Wirtschaftsblatt“.

Ein rascher Abschluss ist möglich. Zu dem Deal, bei dem auch der als künftiger ETM-Chef geltende Radinger wichtige Fäden zog, bestätigt Horst Pirker: „Es gibt Verhandlungen mit der UIAG. Die können rasch zum Abschluss kommen, es kann sich aber auch noch hinziehen.“ Ähnlich äußert sich UIAG-Boss Stiassny: „Die Gespräche laufen.“

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PLUS: Horst Pirkers Ziel einer zweiten Mediaprint
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