Wirtschaft im Hitzestress

Österreich stöhnt unter der Hitze: Die Rekordtemperaturen der vergangenen Wochen halten weiter an. Langsam wirken sich die tropischen Temperaturen auch auf die Wirtschaft negativ aus. Arbeitskräfte stöhnen, Landwirte fürchten Schäden. Anderen Branchen aber nützt die Hitze.

Die Omega-Lage hat den gesamten europäischen Kontinent fest im Griff. Ein stabiles Hochdruckgebiet in Form des griechischen Buchstabens Omega liegt seit Wochen über Zentraleuropa und sorgt für eine ebenso warme wie stabile Großwetterlage. Schon jetzt purzeln die Hitzerekorde: Die Zahl der so genannten Tropentage, an denen die Temperatur die 30-Grad-Marke überschreitet, kratzt schon jetzt – Ende Juli – an den Rekorden, die in den Jahrhundertsommern 1983 und 2003 erreicht wurden.

Schon kommen die ersten Katastrophenmeldungen: wie nicht anders zu erwarten, vor allem aus der heimischen Landwirtschaft. Und ganz besonders laut schreit Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider, der am Dienstag von bis zu hundert Prozent Ernteausfall im Grünlandbereich und von 50 bis hundert Prozent bei Körner- und Silomais sprach – natürlich nicht, ohne rasch Maßnahmen für die Kärntner Bauern wie Ankaufsbeihilfen für Futter und Kreditstundungen in Aussicht zu stellen. „Von einer Katastrophe kann man zwar noch nicht sprechen, aber die Lage wird von Tag zu Tag ernster“, sagt Rupert Lindner von der Österreichischen Landwirtschaftskammer. „Mit Ausnahme des Marchfelds, des Seewinkels und des Burgenlands, wo es gute Bewässerungsmöglichkeiten gibt, leidet der Rest des Landes unter den zu geringen Niederschlägen“, erklärt der Experte.

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