„Wir hatten in der Hotellerie zum Teil
dramatische Einbußen zu verzeichnen.“

Wir hatten in der Tat einen Elfmeter. Dieser wurde genauso verwertet wie jener von Ivica Vastic. Der touristische Ball wurde sicher und perfekt vollstreckt. Und Österreich hat sogar das Glück, das Finale, gemeinsam mit der Schweiz, auszutragen zu können.

Sichere Spiele mit ausgezeichneter Organisation. Als Gastgeber. Jetzt mag man streiten, wohin die Einnahmen aus dieser EURO ’08 mehrheitlich fließen werden. Man wird aber nicht verleugnen können, dass wir in der Hotellerie zum Teil dramatische Einbußen gegenüber dem Juni des Vorjahres einstecken mussten. Bis zu 30 Prozent waren es in den österreichischen Host Cities! Selbst wenn Tourismusorganisationen krampfhaft versuchen, die dramatischen Juni-Zahlen schönzureden, wird es ein kolossales Minus bleiben. Großevents haben nicht primär etwas mit Eventtourismus zu tun. Veranstalterorganisationen strapazieren in der Bewerbung solcher Veranstaltung zu oft die Bedeutung des Tourismus und der Wertschöpfung für das Land, um gute Stimmung und Akzeptanz in der Bevölkerung zu finden. Der Tourismus hat nur dann die Bedeutung, die ihm zusteht, wenn auch die zuständigen Institutionen dementsprechende Vor- und Nacharbeit leisten.

Darum ist die Österreich Werbung und sind die Landes­t­ourismusorganisationen gefordert. Die haben ihr Match sofort nach dem Ende der Fußball-Europameisterschaft noch vor sich, und das liegt in der Bearbeitung der Märkte, deren Gastgeber wir waren. Sonst ist diese ausgezeichnet organisierte Veranstaltung zum Eigentor verkommen. Nur in der sofortigen Nachbearbeitung unserer Gästeländer können wir diesen Elfmeter in das Tor bringen. Der Ball liegt jetzt bei uns und den Touristikern. Wir werden gerade diese Agilität am touristischen Spielfeld Europa einfordern. Für Österreich und die Österreichische Hoteliervereinigung. Dann bin ich der festen Überzeugung, dass wir dieses Juni-Minus in ein positives Sommer­ergebnis umdrehen können. Und daher ist jetzt auch Kreativität gefragt. Ein ­gutes Zeichen, dass wir im Land selbst wenig von der Bewerbung von Österreich sahen. Wir hoffen, diese Bewerbung ist in unseren Zielmärkten. Jetzt!

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