„Wir sind keine Amerikaner“

Lego-Boss Jörgen Vig Knudstorp über die Krise des dänischen Vorzeigekonzerns, demographische Entwicklungen und den Kampf gegen PlayStation und Co.

FORMAT: Herr Knudstorp, Sie sind Vater dreier Kinder. Spielen die lieber mit Lego oder mit der PlayStation?
Knudstorp: Für eine PlayStation sind meine Kids noch zu klein. Aber wenn sie im richtigen Alter sind, hätte ich nichts gegen eine Spielkonsole. Ich lehne das nicht grundsätzlich ab.
FORMAT: Trotzdem war es nicht zuletzt die Konkurrenz von PlayStation und Co, die Lego in den vergangenen Jahren stark unter Druck gesetzt hat. Ist Lego für die Kinder von heute zu altmodisch?
Knudstorp: Ich bin überzeugt, dass Lego mit den neuen elektronischen Spielen koexistieren kann. Es gibt einen enormen Run auf PlayStation und Gameboy, dennoch ist die Nachfrage nach unseren Produkten ungebrochen. Wir produzieren heute mehr Steine als jemals zuvor und konnten im letzten Jahr Umsatzzuwächse bis zu zwanzig Prozent verzeichnen, etwa in Deutschland. Die PlayStation verdrängt uns nicht.
FORMAT: Wie erklären Sie dann die dramatische Krise, in die Lego vor einigen Jahren geraten ist?
Knudstorp: In den späten Neunzigern konnte Lego kontinuierliches Wachstum verzeichnen. Doch diese Zuwächse kamen nicht aus dem Kerngeschäft, sondern entstanden hauptsächlich aus dem Eröffnen neuer Betätigungsfelder: Es gab eine eigene Lego-Modelinie, wir sind ins Filmgeschäft eingestiegen, haben Bücher herausgebracht. Das alles sind Dinge, die die Menschen lieben – aber nicht Dinge, von denen wir etwas verstehen.

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