„Wir fürchten uns immer noch zu viel“

Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl über den flauen Arbeitsmarkt, Arbeitslose als Firmengründer und sein Patentrezept für den Standort Österreich.

FORMAT: Wie viele neue Arbeitsplätze schafft Österreichs Wirtschaft 2006?
Leitl: 26.000 ist die Prognose. 32.000 wären nötig, damit die Arbeitslosenrate auf derzeitigem Niveau bleibt. Wunschziel wäre natürlich eine Trendwende mit rückläufigen Arbeitslosenzahlen. Experten sehen dafür zwar derzeit keine Möglichkeit, aber wir sollten trotzdem daran arbeiten. Wenn nicht wir daran glauben, dass es gelingen kann, wer dann?
FORMAT: Hätte die Bundesregierung mehr für eine Trendwende tun müssen?
Leitl: Man kann immer mehr tun. Andererseits sind 26.000 neue Arbeitsplätze ein sensationelles Ergebnis angesichts einer flauen Konjunktur in Europa.
FORMAT: Welche Branche hat sich da besonders ausgezeichnet?
Leitl: Arbeitsplätze entstehen so wie neue Unternehmen. Wir werden 2006 wieder 30.000 Gründungen quer durch alle Branchen haben. In den traditionellen Bereichen wie Handwerk oder Tourismus ebenso wie in den neuen Segmenten der industrienahen Dienstleistungen oder der Informationstechnologie.
FORMAT: Wir hatten 2005 mit 7.000 Konkursen einen Pleitenrekord.
Leitl: Unter dem Strich bleibt ein Geburtenüberschuss, wie wir ihn noch nie hatten.

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