Willkommen, Fans, keine Chance den Hooligans

Der Fußball kämpft um seinen Ruf, weil Chaoten nicht nur in Italien die schönste Nebensache der Welt demolieren. Was kommt auf Österreich zu?

Das Sicherheitsteam für die Fußball-Europameisterschaft steht. Seitens des Innenministeriums wird alles unternommen, um mit der EURO – bei der bis zu zwei Millionen Besucher aus dem Ausland erwartet werden – ein friedliches Fußballfest feiern zu können.

Mit der Erstellung eines umfassenden Sicherheitskonzepts wurde bereits 2003 begonnen. Eines ist klar: „Willkommen, Fußballfans, keine Chance den Hooligans“, so lautet unser Motto, nach dem wir auch in rechtlicher Hinsicht vorgebaut haben – mit Gefährderdatei, Gefährderansprachen, Schutzzonen und der Meldeverpflichtung für amtsbekannte Hooligans wurden präventive Maßnahmen gesetzt, um rasch, effektiv und rechtzeitig gegen Gewalttäter vorgehen zu können.

Die Exekutive wird bei der EURO alle verfügbaren Kräfte einsetzen und dabei konsequent die „3-D-Philosophie“ – Dialog, Deeskalation, Durchgreifen – umsetzen. Einer der wichtigsten Schwerpunkte im Sicherheitskonzept ist die internationale Kooperation. Durch den Datenaustausch bekannter „Risikofans“ und Unterstützungsleistungen von ausländischen Exekutivkräften erwarten wir uns einen hohen Vorbeugungsgrad. Österreich wird bei der EURO durch mehrere Hundertschaften an uniformierten Polizeibeamten aus Deutschland sowie durch szenekundige Beamte massiv unterstützt werden. Bereits diese Woche beim Länderspiel Österreich – England werden britische Polizisten in Wien ihren Dienst versehen.

Ein weiterer Punkt: Das Innenministerium war schon in der Planungsphase der Um- bzw. Neubauten der Stadien eingebunden. Die Anliegen der Exekutive, wie z. B. Stadionkontrollräume, Einsatzzentralen oder der Ausbau der Videoüberwachung, wurden dabei umgesetzt. Durch einen eigenen Empfehlungskatalog des Innenministeriums soll darüber hinaus bei den zahlreichen Public-Viewing-Veranstaltungen und Fanmeilen die Sicherheit garantiert werden. All diese Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass Österreich nächstes Jahr ein freundliches und vor allem sicheres Fußballfest erleben wird.

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