Wiens neuer Ölprinz

Roman Abramowitsch, 38, mit elf Milliarden Euro Vermögen neuerdings der reichste Russe, wickelt alle Ölexporte seines Konzerns Sibneft künftig mithilfe der RZB von Wien aus ab.

Am 28. Dezember des Vorjahres besiegelte der ehemalige Justizminister Nikolaus Michalek in seiner Notariatskanzlei in Wien-Josefstadt eine Milliardentransaktion von internationaler Tragweite.

Michaleks Auftraggeber residiert in einem 42-Millionen-Euro-Palais im Londoner Nobelviertel Knightsbridge, pflegt Business-Trips in seiner privaten Boeing 767 zu absolvieren und ist mit einem geschätzten Vermögen von mehr als elf Milliarden Euro neuerdings der reichste Mann Russlands: Roman Abramowitsch. Seinen sagenhaften Reichtum verdankt der 38-jährige Oligarch unter anderem einer Beteiligung an der Sibirskaya Neftyanaya Kompaniya (Sibneft), mit einer Jahresförderung von 34 Millionen Tonnen Russlands fünftgrößter Erdölkonzern.

Seit 21. Jänner kann Sibnefts gesamter Rohölexport von Wien aus gemanagt werden: Denn Abramowitsch segnete die Pläne von Sibneft-Chef Jewgeni Schwidler ab, das auf bis zu drei Milliarden Euro pro Jahr geschätzte Exportgeschäft aus dem karibischen Steuerparadies British Virgin Islands in die Wiener Innenstadt zu verlegen.

Als neuen Chef der Sibneft Oil Trade Company GmbH heuerte Abramowitsch einen Wiener Banker an, mit dem der Konzern seit Jahren nur beste Erfahrungen gemacht hat: den gebürtigen Georgier Gotcha Djabidze. Der 40-jährige Shooting Star stand zehn Jahre lang in den Diensten der Raiffeisen Zentralbank (RZB) und leitete dort die Abteilung Commodity & Structured Trade Finance. Im Vorjahr kürte das renommierte Wirtschaftsmagazin „Global Finance“ die von Djabidze geleitete Abteilung in der RZB zum besten Handelsfinanzierungshaus für Zentral- und Osteuropa.

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