Wettbewerb: Österreichs beste Junior-Chefs

Bei der trend-Aktion SCHULE MACHT WIRTSCHAFT gründen Schüler echte Unternehmen. Die besten wurden nun ausgezeichnet.

Wettbewerb: Österreichs beste Junior-Chefs

Monatelang hatten sich Schüler aus ganz Österreich vorbereitet, nun ging es ins große Finale: Im Rahmen des Projekts "Schule macht Wirtschaft" hatten sie Unternehmen gegründet und vom Businessplan über die Buchhaltung bis zum Marketing und dem Vertrieb alles selbst gemanagt. Das Wirtschaftsmagazin trend unterstützte die Aktion gemeinsam mit der Wirtschaftskammer und Privatunternehmen. Zum Finale in Wien durften die Landessieger anreisen: Beute(l)schema aus Kärnten, ha(c)k-sugo aus Tirol, Inno-Motion aus der Steiermark, KannWas aus Vorarlberg, reBQ aus Niederösterreich, Salzwerk aus Salzburg, Softlodn aus Oberösterreich und wineys aus Wien.

Die Bewerber mussten einen umfassenden Geschäftsbericht einreichen, bei Standgesprächen überzeugen, sowie eine gute Bühnenpräsentation bieten und sich den kritischen Fragen der Jury stellen. Diese setzte sich aus Julia Basedau von Microsoft Österreich, Denis Neglyad von Accenture, Michael Müllneritsch von Aracuba, Friederike Sözen von der WKÖ, Hedy Wagner von der PH Wien und Andrea Fanschek (trend) zusammen.

Als Sieger konnten sich die Niederösterreicher durchsetzen: Das Unternehmen reBQ der Schüler der HTL Mödling wird Österreich beim Europafinale der Junior Companys in Luzern vertreten. Der zweite Platz und der Sonderpreis von Accenture gehen an InnoMotion, der Microsoft-Sonderpreis an Wineys und der dritte Platz des Bundeswettbewerbs an Salzwerk aus Hallein.

Blick in die Zukunft

Begeistert von dem Projekt sind nicht nur die Schüler, sondern auch ihre Unterstützer. So betont Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, dass die Projekte von hohen technischen und handwerklichen Fähigkeiten sowie viel Einsatz und Engagement zeugen. Nie hat sich das wirtschaftliche Umfeld so rasant verändert wie jetzt, betont Leitl: "Daher muss unternehmerische Bildung ein fixer Bestandteil jedes Schultyps sein, um unsere Jugend auf ein abwechslungsreiches Berufsleben zwischen Jobs, Eigeninitiative und Selbständigkeit vorzubereiten."

Auch Claudia Handl, Head of Communication bei Pfizer, betont, dass ihr das Diskutieren mit den Gründern eine besondere Freude bereitet: Mit gezielten Fragen zum Produkt, zur Strategie und zur Vision half sie Gründern bei einem Schulbesuch, den Blick auf das Wesentliche zu schärfen.

Laut Philipp Bodzenta, Direktor Public Affairs & Communications bei Coca-Cola Österreich, zeigen die Junior Companys, wie wichtig das praktische Denken und das Vernetzen vieler Komponenten im realen Wirtschaftsleben ist: "Die vorgestellten Projekte veranschaulichen, dass es schon in jungen Jahren bedeutend ist, diese Kompetenzen zu bilden, um später in der Lage zu sein, größere Entscheidungen zu treffen."

Ähnlich sieht das Thomas Irschik, Geschäftsführer von Wien Energie: Kreativität, wirtschaftliches Verständnis und Disziplin seien die Voraussetzungen für eine spannende Karriere, betont er. Wirtschaft im echten Leben kennenzulernen, sei zudem spannender, als in einem Buch darüber zu lesen.

Manche Junior Companys wollen den Betrieb fortsetzen. Für diese hat Handl einen klaren Ratschlag: Die Gründer sollen Abstand nehmen von "Me too"-Produkten. Originalität sei gefragt - und genau in diesem Punkt hat sich die nächste Unternehmergeneration auch heuer wieder übertroffen.