Werden Einstieg in die Fußballbundesliga prüfen

Fußball-Rechteinhaber Premiere wechselt von ATV zum ORF, ein Gericht stoppt das vorläufig. Was bedeutet das für die Zukunft des Privat-TV?

Obwohl wir für unsere Sender ProSieben Austria, Sat.1 Österreich und kabel eins austria die österreichische Fußballbundesliga in der Vergangenheit noch nicht erwerben konnten, haben wir es sehr begrüßt, dass der österreichische Fußball vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen ins Privat-TV gewandert ist. Die Initiative von Premiere war ein Meilenstein für die Entwicklung eines stärker werdenden Privat-TV-Marktes in Österreich. Mit solchen aus unternehmerischer Sicht mutigen Schritten wird die Entwicklung zu einem echten dualen Rundfunkmarkt in Österreich vorangetrieben.

Denn wo steht geschrieben, dass nur der durch staatliche Beihilfen in Form von Zwangsgebühren finanzierte ORF österreichischen Fußball ausstrahlen soll, wenn auch private TV-Sender dem österreichischen Fußball attraktive Angebote machen können. Neben dem österreichischen Privat-TV-Markt ist sicherlich auch der österreichische Fußball langfristiger Gewinner einer fairen Konkurrenzsituation zwischen mehreren Sendern, die um die österreichische Bundesliga mitbieten.

Der fliegende Wechsel in der laufenden Saison von ATV zu ORF – derzeit von einem Gerichtsspruch revidiert – bleibt hoffentlich nur eine interimistische „Zwischenniederlage“. Man muss hier wohl Verständnis dafür aufbringen, dass Premiere auf die Einhaltung abgeschlossener Verträge pocht, denn auch im österreichischen TV-Markt muss das Prinzip gelten: Pacta sunt servanda.

Für die kommende Fußballsaison 2007/2008 werden wir als Gruppe ProSiebenSat.1 Austria ernsthaft einen Einstieg in die Verhandlungen über die Ausstrahlungsrechte prüfen. Unter wirtschaftlich darstellbaren Rahmenbedingungen haben wir ein grundsätzliches Interesse, die österreichische Bundesliga auf den Österreich-Versionen unserer Sender auszustrahlen. Uns wurde zugesichert, dass das Bieterverfahren für die kommende Fußballsaison transparent und fair stattfinden wird. Gewinner dieser Entwicklung wäre selbstverständlich wiederum der österreichische Fußball, der durch eine Übertragung auf österreichweit verbreiteten professionellen und beliebten privaten Fernsehsendern nur profitieren kann.

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