Weltwirtschaft: Ex-US-Notenbankchef Alan Greenspan rechnet ab. Das Interview.

Alan Greenspan. Der einst mächtige Chef der US-Notenbank rechnet in seiner Autobiografie mit Politikern und Finanzjongleuren ab – und spricht im Interview über die US-Immobilienkrise und sein Leben.

Er bekam haufenweise Spitznamen, man nannte ihn Mister Dollar und Master of the Universe. Er galt als seltenes Genie, als analytischer Denker, dessen Worte selbst hochrangigen Staatsoberhäuptern Angst einflößten. Als mächtiger Chef der US-Notenbank hielt der heute 81-jährige Finanzguru knapp zwei Jahrzehnte lang die Wirtschaft der USA in Schwung. Er meisterte kurz nach seinem Amtsantritt den Börsencrash im Oktober 1987 und sorgte mit tiefen Zinsen nach den Anschlägen vom 11. September 2001 für ein Anhalten des Wachstums. Allein, aus heutiger Sicht sind seine Meriten nicht ganz unbestritten. Finanzmarktexperten machen Greenspans Niedrigzins-Politik für die akute Immobilienkrise in den USA verantwortlich. Josef Christl, Direktor der Oesterreichischen Nationalbank: „Greenspan ist ein großartiger, charismatischer Denker, der Herausragendes geleistet hat. Allerdings hätte er zwischen den Jahren 2002 und 2005 die Zinsen nicht weiter senken dürfen. Denn der Markt sprach sich dagegen aus.“

In seiner soeben veröffentlichten Autobiografie „Mein Leben für die Wirtschaft“ antwortet der studierte Volkswirt und frühere professionelle Jazzmusiker Greenspan seinen Kritikern. Das Timing für das Buch könnte nicht besser sein. In Zeiten, in denen das weltweite Bankensystem unter den Schockwellen des US-Immokrise leidet, ist Greenspans Erfahrung besonders gefragt. In einem in Kooperation von FORMAT und dem deutschen Wirtschaftsmagazin „stern“ geführten Interview spricht Greenspan über seine Version der Immobilienkrise, die Einschätzung der Präsidenten von Nixon bis Bush und den erstarkten Euro.

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