Was kann Grasser?

Beinahe sieben Jahre ist Finanzminister Karl-Heinz Grasser bereits im Amt. Seine Bilanz ist gespalten – und besteht vor allem aus einem: ziemlich vielen Showelementen.

Ohne Zweifel: Die Geschichte tat seinem Ego gut. Am 1. November war in der „Financial Times“ (FT) eine Geschichte über die Finanzminister der Eurozone erschienen: „Who’s the fairest of them all?“, hatte das renommierte Londoner Blatt gefragt und dabei Karl-Heinz Grasser auf einen Top-Platz gereiht. Seit damals erzählt KHG in fast jedem Interview
freudestrahlend, dass er von der FT zum besten Finanzminister Europas gewählt worden sei.

Die Sache hat nur einen Haken: Sie stimmt so nicht ganz. Nicht nur Grasser, sondern insgesamt vier Finanzminister wurden von der FT ex aequo bestgereiht. Dass Grasser nun auf der Liste von Platz eins strahlt, hat aber banalere Gründe: Das Ranking ist alphabetisch aufgelistet. Und überdies, so FT-Redakteur Ralph Atkins zu FORMAT, war die Frage nicht, welcher Finanzminister der beste in Europa ist, sondern welcher Finanzminister in seiner Regierung am meisten Einfluss hat. Und den hat KHG ohne Zweifel.

Schein oder Sein? Eine Frage, die sich bei Karl-Heinz Grassers Karriere oft gestellt hat – und auch nach wie vor stellt.

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Peter Pelinka

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