Warum nicht fördern, bevor der „Fleck“ da ist?

Die Schulpolitik ist eine Spielwiese für Ideologen. Unstrittig ist aber, dass Österreichs Schulwesen vor großen Herausforderungen steht.

Die SPÖ ist in der angenehmen Position, bei den Regierungsgesprächen das zu vertreten, was die Zukunftskommission der besten Köpfe aus Bildung und Bildungsforschung erarbeitet hat. Wir wollen die Schule so entwickeln, wie das LehrerInnen, Erziehungswissenschaftler, Eltern und SchülerInnen seit langem fordern. Drei wichtige Punkte daraus:

• 25 jetzt! Das Unterrichten ist in den letzten Jahren schwieriger geworden. Die Zahl der SchülerInnen mit nichtdeutscher Muttersprache ist um 30 Prozent gestiegen. Da helfen kleinere Klassen. Oder mehr Förderunterricht. Oder eine Mischung aus beidem. Die ÖVP hat in den letzten Jahren gemauert und verzögert. Unsere Forderung ist klar: eine erste spürbare Verbesserung noch in diesem Schuljahr, die große Lösung am Beginn des nächsten.

• Rechtzeitig fördern statt sitzenbleiben! Wissen Sie eigentlich, was das Sitzenbleiben uns alle kostet? Die AK hat es ausgerechnet: Klassenwiederholungen kosten 300 Millionen Euro im Jahr, für Schulplatz, Familienbeihilfe, Schulbücher und Freifahrt. Dieses Geld können wir besser einsetzen! Warum nicht rechtzeitig fördern, bevor der „Fleck“ da ist? Warum nicht SchülerInnen mit mehreren „Nicht genügend“ zwar aufsteigen lassen, aber sie gleich vom Schulanfang an zusätzlich unterrichten, bis sie wieder den Anschluss finden?

• Nachmittagsbetreuung für alle, die’s brauchen! Wieso dürfen Schulen Nachmittagsbetreuung erst anbieten, wenn sich mindestens fünfzehn SchülerInnen dafür melden? Die SPÖ sagt: Hilfe und Förderung am Nachmittag müssen für alle da sein, die sie brauchen. 150.000 allein erziehende Mütter und viele Familien mit schulpflichtigen Kindern warten darauf.

Eine ganz wichtige Rolle wird in den Gesprächen die Entwicklung der Schule spielen. Die Zukunftskommission hat dazu Dutzende tolle Vorschläge gemacht. Ihr Chef, Günter Haider, ist bei Rot wie Schwarz als Fachmann unbestritten. Wir gehen davon aus, dass er und seine MitstreiterInnen als unabhängige Fachpersonen zu den Verhandlungen geholt werden.

Geld

Mieten wieder deutlich gestiegen

Diesel-Gebrauchtwagen: Das neue Händlergift

Auto & Mobilität

Diesel-Gebrauchtwagen: Das neue Händlergift

Geteilte Rechnung: Smartphone App "ZOIN" ist ein weiterer Schritt zum bargeldlosen Zahlungsverkehr.

Wirtschaft

ZOIN: Geld per Smartphone verschicken