Warren Buffett über Wirtschafts-Crash:
"Die Wall Street ist ein Nudistenstrand"

Amerika hat seine Helden. Und Warren Buffett ist einer davon. Mit dem heroischen Milliardeneinstieg bei der einst schillernden Investmentbank Goldman Sachs hat er dem Vertrauen der Anleger Auftrieb gegeben und für ein kurzes Aufatmen an den Märkten gesorgt. Wenn der 78-jährige Investor und Vorstandschef der Holding Berkshire Hathaway Geld in die Hand nimmt, dann wird es zu Gold.

Nicht umsonst ist er laut jüngster "Forbes"-Liste der reichste Mensch der Erde. Buffett ist sozusagen das Zünglein an der Waage, das Börsengenie, der Superguru, der auf die Finanzkrise einfach eine Antwort haben muss – und Buffett enttäuscht nicht. Für den sonst so interviewscheuen Milliardär, der seit 25 Jahren vergleichsweise bescheidene 100.000 Dollar im Jahr verdient, gibt es allerdings nichts zu feiern. Nach seiner Einschätzung ist die amerikanische Wirtschaft schon längst in einer Rezession. "Wenn der Kongress jetzt nicht sofort reagiert und ein Rettungspaket verabschiedet, dann haben wir es mit dem größten finanziellen Fiasko der amerikanischen Geschichte zu tun", bringt Buffett das Ausmaß der Finanzkrise auf den Punkt.

Frühe Warnungen
Gewarnt hatte er bereits vor fünf Jahren, als er im Brief an seine Aktionäre Derivate als finanzielle Massenvernichtungswaffen bezeichnete. "Die Firmen haben entweder nicht gewusst, was sie tun, oder wissentlich Unrechtes getan. Erst wenn die Ebbe hereinkommt, siehst du, wer nackt geschwommen ist. Jetzt hat sich herausgestellt, dass die Wall Street ein Nudistenstrand ist." Und es ist noch lange nicht vorbei, prophezeite Buffett in einem Interview mit dem US-Sender CNBC: "Für jedes Steinchen, das du ins Meer wirfst, bekommst du Wellen. Anscheinend haben wir einen ziemlich fetten Brocken ins Wasser fallen lassen. Der Geist aus der Flasche ist inzwischen so riesig, dass er dort nicht mehr hineinpasst."

Value-Investing
Für kurzfristige Spekulationen ist Buffett, der mit Value-Investing schon zu Lebzeiten Geschichte schreibt, nicht zu haben, dafür sei die Börse viel zu verrückt: „Langfristig ist sie viel vernünftiger. Ich kann nicht sagen, wo wir in ein paar Monaten sein werden. Aber ich weiß, dass Amerika in fünf bis zehn Jahren besser dastehen wird als jetzt.“ Das Genie in sich erklärt er in der jetzt erschienenen Biografie „The Snowball“: „Für einen Schneeball brauchst du nur den richtigen Schnee. Und ich hab ihn gefunden.“

Die ganze Geschichte lesen Sie im aktuellen FORMAT 40/2008.

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