Vorsorgen: Die fünf Wege zu Reichtum im Alter

Die Pensionsreform fordert bereits erste Opfer. FORMAT zeigt, wie Sie Ihren gewohnten Lebensstandard auch dann noch halten können, wenn der letzte Arbeitstag vorbei ist.

Die Pensionsreform 2004 ist bereits voll angelaufen. In extremen Fällen wird Neupensionisten die Pension schon heuer um bis zu zehn Prozent gekürzt, ab 2006 wird dies zum Regelfall. Außerdem entfällt die erste Pensionsanpassung, auch die weiteren Pensionserhöhungen werden kaum die Inflation abgelten. Auch Durchschnittsverdiener müssen damit rechnen, dass zwischen ihrem letzten Bruttogehalt und ihrer ersten Monatspension eine Lücke von 500 Euro klafft. Wer mehr als die Höchstbemessungsgrundlage verdient, muss mit einem Mehrfachen des Fehlbetrags rechnen. Umso wichtiger ist ein rechtzeitiger Kassasturz als Diagnose – und anschließend eine rechtzeitige Pensionsvorsorge als einzige Therapie. FORMAT zeigt Ihnen anhand von drei einfachen Berechnungsformularen, wie Sie Ihren künftigen Finanzstatus kalkulieren, und bringt einen Überblick über die wichtigsten Vorsorgevarianten.

Wie viel Geld brauchen Sie in der Pension?
Klar ist, dass im Ruhestand einige Ausgabeposten wegfallen. So entfallen zum Beispiel Vorsorgeprämien, dafür müssen Sie Mehrkosten, etwa für teurere Reisen oder medizinische Betreuung, berücksichtigen. Was unter dem Strich als künftiger Bedarf übrig bleibt, können Sie auf Seite 76 ermitteln. Anschließend können Sie auf Seite 78 überschlagen, wie viel Pensionszahlungen Sie bereits erwarten können und wie hoch Ihr Nettovermögen nach Abzug der Schulden ist. Einen Richtwert für Ihre künftige staatliche Pension können Sie online unter www.direkt.at, Stichworte Pensionsvorsorge; Pensionslückenrechner ermitteln.

Übrigens: Es gibt auch eine schnelle Faustformel, wie viel Kapital Sie mit 65 brauchen, um anschließend 30 Jahre lang Ihren offenen Monatsbedarf decken zu können. Jeder Euro, den Sie monatlich mehr ausgeben wollen, benötigt bei sechs Prozent Veranlagungsrendite rund 212 Euro Kapital.
Wer darauf Wert legt, das Geld wirklich lebenslang zur Verfügung zu haben, muss allerdings eine private Pensionsversicherung abschließen. Hier gilt: Je früher man mit der Einzahlung beginnt, desto einfacher wird es. So kosten zum Beispiel 1.000 Euro zusätzliche Monatspension ab 65 für eine Frau, die bereits mit 20 eine Pensionsvorsorge bei der Uniqa beginnt, rund 130 Euro im Monat (siehe Kasten oben). Ein Zielbetrag von 1.000 Euro ist für eine 20-Jährige kaum zu hoch gegriffen. Schließlich hat diese Summe in 45 Jahren bei zwei Prozent Inflation nur noch eine Kaufkraft von 410 Euro.

Außerdem sollte man vorsichtshalber einen Finanzpolster für den Fall einkalkulieren, dass man nicht bis 65 voll durcharbeiten kann oder will. Dann kann eine Bridging-Pension helfen, die Durststrecke von 60 bis 65 durchzustehen. Uniqa-Vorstand Elisabeth Stadler: „Ob man später eine Bridging-Pension benötigt oder das angesparte Kapital lieber für eine lebenslange Zusatzpension verwenden will, kann man kurz vor Auszahlungsbeginn individuell festlegen.“

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