Eine Stadt wird zur Start-up-Bühne

Mit der VIENNAUP hat die Wirtschaftsagentur Wien eines der größten Start-up-Festivals in Zentraleuropa geschaffen. Das Event, das heuer Ende Mai zum zweiten Mal stattfindet, wird an ganz verschiedenen Orten in Wien erlebbar sein.

Eine Stadt wird zur Start-up-Bühne

Wien ist anders – das trifft sogar auf seine Start-up-Festivalkultur zu. Wenn heuer Ende Mai das große Festivalzelt der ViennaUP für eine Woche am Karlsplatz seine Pforten öffnet, ist das zwar die zentrale Anlaufstelle für die Teilnehmer aus aller Welt. Aber die eigentlichen Programmpunkte finden bei den Start-ups selbst, bei den Inkubatoren oder bei einem der zahlreichen Veranstaltungspartner vor Ort statt. Das heuer zum zweiten Mal stattfindende Festival ViennaUP ist ein echtes Community-Event – und damit eine weltweite Besonderheit. „So eine Konzeption, wie wir sie bei der ViennaUP entwickelt haben, gibt es in der ganzen Festivalwelt nicht. Wir schaffen damit eine klassische Win-Win-Situation, weil die ViennaUP die einzelnen Partner mit ihren Aktivitäten stärkt – und gleichzeitig der Wirtschaftsstandort davon profitiert“, sagt Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien (siehe Interview).

VON FINTECH BIS FEMALE. Thematisch ist das Festival bewusst breit angelegt. Das Spektrum reicht von Fintech über Life Sciences und innovative Städtetechnologien bis zum Impact Investing. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist die starke Konzentration auf weibliche Gründerinnen und Investorinnen. Einige Veranstaltungen sind speziell diesem Female-Schwerpunkt gewidmet – auch eher eine Ausnahme in der weltweiten Festivallandschaft.

Der Smart City Summit, der ebenfalls Teil des diesjährigen Programms ist, steht im Zeichen innovativer Stadttechnologien. Vor welchen Herausforderungen die Stadt Wien hier steht und mit welchen Leuchtturmprojekten sie diese bewältigen will, ist genauso Thema dieses Summits wie die innovativen Lösungsansätze, die von Pionieren aus aller Welt vorgestellt werden.

Ein weiteres Highlight sind die Creative Days Vienna, ein zweitägiges Vortrags- und Networking-Programm für internationale Kreativschaffende. Kuratoren, Wissenschaftler, Künstler und Kulturexperten erörtern in Keynotes und Panel-Runden, wie digitale Technologien die Zukunft kultureller Erlebnisse prägen und dabei neue Möglichkeitsräume eröffnen. Zu den diesjährigen Top-Speakern gehört das Duo des in London und Spanien angesiedelten Media- und Designstudios Space Popular. Lara Lesmes und Fredrik Hellberg beschäftigen sich auf den Creative Days mit der Gestaltung von Raum, Objekt und Veranstaltung sowohl im physischen als auch im virtuellen Raum und der Frage, wie diese beiden Bereiche in naher Zukunft miteinander verschmelzen werden.

SPACE POPULAR. Lara Lesmes und Fredrik Hellberg, die Gründer der in London und Spanien beheimateten Media- und Designagentur, werden auf den Creative Days im Rahmen der ViennaUP als Vortragende dabei sein.

„ANDERES FLAIR“. Musste die ViennaUP im vergangenen Jahr aufgrund der weltweiten Lockdowns kurzfristig in den Onlinemodus umschalten, ist für heuer ein Vor-Ort-Event mit einer digitalen Rückfallvariante geplant. Hybrid ist die Veranstaltung ohnehin konzipiert, weil sich dadurch auch die Teilnehmer erreichen lassen, die aufgrund von Corona oder der geopolitischen Lage nicht zur ViennaUP anreisen können.

Dabei ist gerade das persönliche Aufeinandertreffen aus mehreren Gründen so wichtig: „Es gibt nicht nur dem Festival ein anderes Flair. Es hilft auch dem Wirtschaftsstandort insgesamt, wenn sich mehrere Tausend internationale Teilnehmer ein Bild vom Start-up- und Innovationsökosystem machen können“, sagt Geschäftsführer Hirczi.

Die ViennaUP wird die Teilnehmer – je nach Interesse – zu ganz verschiedenen Orten in Wien führen. Während die Private-Equity-Konferenz etwa in das historische Palais Auersperg einlädt, können an den Themen Smart Cities und Reise Interessierte beim Expo-Day des Plug-and­Play-Inkubators am Flughafen Schwechat eine coole Location kennenlernen.

Ein weiterer Höhepunkt des diesjährigen Programms sind die Impact Days – und dies nicht nur aufgrund des imperialen Ambientes der Hofburg als Veranstaltungsort. Internationale und nationale Experten geben zwei Tage lang Einblick in das Thema Impact Investing. Ergänzend dazu finden Workshops statt, die Gründer, Investoren und Interessierte für den persönlichen Erfahrungsaustausch und zum Netzwerken nutzen können.

Ein spannendes Event ganz anderer Art kommt mit dem „Startup World Cup“ zur ViennaUP. Dabei handelt es sich um den weltgrößten Gründerwettbewerb, der jedes Jahr in mehr als 70 Ländern abläuft. Auf der ViennaUP werden die Gewinner der Bundesländer aufeinandertreffen, um den österreichischen „Startup World Cup“-Sieger 2022 zu ermitteln. Veranstaltungsort ist die Wirtschaftskammer.

WIEN ALS CEE-HUB. Der geografische Fokus des Festivals liegt auf Zentral- und Osteuropa, einer Region, zu der Wien eine historische und kulturelle Verbundenheit hat. „Wir kooperieren bewusst mit Organisationen aus europäischen Städten, vor allem auch aus CEE. Das zielt darauf ab, die Region gemeinsam zu bearbeiten, um den europäischen Markt insgesamt zu stärken. Gleichzeitig festigen wir dadurch Wiens Position als CEE-Hub“, sagt Hirczi.

Wer an der diesjährigen ViennaUP digital oder persönlich teilnehmen möchte, benötigt Tickets für die einzelnen Veranstaltungen, die ihn interessieren. Diese können direkt bei den verschiedenen Programmpartnern – und dies überwiegend kostenlos – erworben werden. Ein Ticket, das alle Veranstaltungen der ViennaUP abdeckt, gibt es nicht

Hier geht's zum Interview mit Gerhard Hirczi, Chef der Wirtschaftsagentur Wien!


START-UP-FESTIVAL.
Die ViennaUP findet vom 27. Mai bis 3. Juni in Wien – und in Onlinestreams – statt. Mehr als 50 Veranstaltungen drehen sich um eine Bandbreite von Themen: von Female über Impact Investing bis Smart Cities. Infos und Programm unter viennaup.com



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