Verkauf der FACC ist abgeblasen: 'Wir sanieren jetzt selbst. Dann sehen wir weiter'

Der Verkauf des Flugzeugzulieferers FACC wurde abgeblasen. Das berichtet FORMAT in seiner neuen Ausgabe. Monatelang wurde bis vor kurzem versucht, die Firma zu verkaufen. Die Eigentümer, knapp fünfzig Prozent halten je die Salinen AG und der Skihersteller Fischer, argumentierten, dass FACC zu klein sein, um die Entwicklungskosten tragen zu können. Doch kein Interessent wollte den Mindestkaufpreis von hundert Millionen Euro netto, also nach Abzug der Verbindlichkeiten, bezahlen.

Die Salinen AG pumpt stattdessen nochmals zehn Millionen Euro via Kapitalerhöhung in die FACC. "Wir sanieren jetzt selbst. Und dann sehen wir weiter", zitiert FORMAT Salinen-Aktionär Hannes Androsch. Was bedeutet, dass danach ein zweiter Verkaufsversuch gestartet wird. Trotz laufender Verluste, die Androsch einräumt, hält er das Unternehmen für sanierbar.

Der Skiproduzent Fischer kann wegen seiner klammen Finanzen bei der Kapitalerhöhung allerdings nicht mitziehen. Fischer will dennoch seine FACC-Anteile verkaufen. "Wir sind nicht in der Lage, die Eigenkapitalbasis der FACC zu stärken. Wir wollen unsere Anteile abgeben", zitiert FORMAT Fischer-Aufsichtsratspräsident Florian Keiper-Knorr. Laut Syndikatsvertrag besitzt die Salinen AG ein Vorkaufsrecht auf die Fischer-Anteile. "Wir stehen mit den Salinen natürlich in engem Kontakt", so Keiper-Knorr weiter.

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Astrid Kleinhanns-Rollé, Managing Director der WU Executive Academy

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