Verdacht der Terrorfinanzierung: Bawag
PSK muss Deals mit Bank Saderat beenden

Die Bawag PSK muss ihre langjährige Geschäftsbeziehung zur Bank Saderat auflösen. Der Grund: Das iranische Geldinstitut steht wegen des Verdachts der internationalen Terrorismusfinanzierung auf der schwarzen Liste der US-Regierung. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

"Die Bank gilt als bedeutender Vermittler von Finanztransaktionen zwischen iranischer Regierung und Hisbollah, Hamas und Palästinensischen Jihad", heißt es in einem FORMAT vorliegenden Dossier des "Office of Foreign Assets Control" (OFAC) des US-Finanzministeriums. Das OFAC überwacht die Einhaltung des "Trading With the Enemy Acts". Darin werden Geschäfte zwischen US-nahen Unternehmen und dem Iran gesetzlich verboten.

Davon ist nun auch die im Besitz des US-Finanzinvestors Cerberus stehende Bawag betroffen. Die Großbank Saderat (34.000 Mitarbeiter, 3450 Filialen) verfügte laut FORMAT-Recherchen bis zuletzt über einen Bawag-Kreditrahmen von stolzen 203 Millionen Euro.

Die Beendigung aller Iran-Geschäfte ist eine Folge des Bankkaufs durch Cerberus. Bawag-PSK-Sprecher Thomas Heimhofer: "Cerberus muss US-rechtskonform agieren und als Tochtergesellschaft sind auch wir dazu verpflichtet."

Mehr Infos finden Sie im aktuellen FORMAT!

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