Verbund will die Stromlösung kippen: Positionspapier lässt kein gutes Haar an Ösl

Die Verbund-Führung ist offenbar entschlossen, die österreichische Stromlösung (Ösl) endgültig zu kippen. Dem Magazin FORMAT liegt ein Positionspapier des Energiekonzern vor, das kein gutes Haar an der Ösl lässt. Danach seien die ursprünglich erhofften 40 Millionen Euro Synergien wegen der geänderten Rahmenbedingungen nicht realisierbar". Erwartet wird "eine Reduktion der Synergien um 50 bis 100 Prozent".

Wie FORMAT aus dem Papier zitiert, sei auch der Verkauf von Wasserkraft mit einem Preispremium bedroht. "Verlustrisiko alleine aus diesem Titel: 14 Millionen Euro pro Jahr." Weiters kritisiert der Verbund die aufgeblähte Bürokratie und sieht sich "... durch die ÖSL bei der Verfolgung seiner Wachstumsstrategie im Ausland behindert". Ein Manager meint gegenüber FORMAT: "Eine Erfolgsstory á la OMV wäre für uns nicht mehr möglich."

Zudem haben, so eines der Argumente, schon die Vorbereitungen der Stromehe "den Wettbewerb in Österreich zum Erliegen" gebracht. Eine Verhandlungsrunde mit der Energie Allianz wurde diese Woche nach zwei Stunden ohne Ergebnis abgebrochen.

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