Verantwortungsvolle Geldpolitik stärkt das Vertrauen

Die Bau-Indikatoren und die Preise auf den US-Immobilienmärkten brechen ein. Greift dies auch auf andere Branchen und Länder über?

Die amerikanische Wirtschaft gibt nach wie vor den Ton an. Kapitalmärkte blicken gespannt auf die Wallstreet, und Zinsen orientieren sich an der Nachfrage nach US-Staatsschuld. Seit Mitte der neunziger Jahre bezieht die Weltwirtschaft positive und negative Impulse aus den USA.

Die Weltwirtschaft hat lange gebraucht, um sich vom Platzen der Internet-Blase in 2001 zu erholen. Droht nun Ähnliches mit der Krise am US-Immobilienmarkt? Oberflächlich betrachtet ergeben sich Ähnlichkeiten zwischen beiden Episoden. Investoren mit „Internet-Fantasie“ haben die Ertragskraft ihrer Assets überschätzt. Die Korrektur erforderte eine drastische Rücknahme von Investitionsplänen und verursachte weltweite Schockwellen.

Der Immobilienmarkt profitierte von niedrigen Zinsen, und Finanzinnovationen ermöglichten die Finanzierung immer teurerer Immobilien mit einem immer größeren Fremdmittelanteil bei gleichzeitig immer niedrigeren laufenden Belastungen. Die steigenden Zinsen haben dieser Dynamik die Luft abgeschnitten. Seither ist eine Korrektur im Gange, die zu einem schweren Einbruch der US-Bauwirtschaft führt.

Der wesentliche Unterschied zwischen beiden negativen Schocks besteht darin, dass die Immo-Krise bis dato keine wesentlichen Ansteckungseffekte mit sich gebracht hat. Der „Rest“ der US-Wirtschaft präsentiert sich in guter Verfassung, und im Gegensatz zur IT-Revolution ist die Immobilienbranche ein eher traditioneller Sektor mit großen regionalen Unterschieden.

Die US-Wirtschaftspolitik hat das Ihre zur Robustheit der Wirtschaft und Widerstandsfähigkeit von Konsumenten und Investoren beigetragen. Eine verantwortungsvolle Geld- und Fiskalpolitik erlaubt ein volles Wirken der automatischen Stabilisatoren und stärkt das Vertrauen der Investoren. Flexible Güter- und Arbeitsmärkte absorbieren Schocks mit geringen Mengen- und raschen Preisanpassungen und stärken die Zuversicht der Konsumenten. Wirtschaftspolitiker in Europa sollten sich daran ein Beispiel nehmen, dann erübrigen sich Sorgen um negative Auswirkungen sektoraler Krisen in den USA auf Europa und die Welt.

*Der Beitrag ist Privatmeinung

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