VA Tech: Scharfe Waffen für das Finale

Der Fight um die VA Tech spitzt sich zu: Nervosität in der ÖIAG, Widerstand gegen Aktionär Kovats, Gerüchte um Siemens-Einsstieg.

Das Gutachten, das die ÖIAG-Vorstände Peter Michaelis und Rainer Wieltsch zur VA Tech auf dem Tisch haben, spricht eine klare Sprache. Der Wiener Universitätsprofessor Christian Nowotny hält es für rechtlich kaum möglich, dass die Staatsholding bei der bevorstehenden Kapitalerhöhung der VA Tech mitzieht: „Damit käme sie in Konflikt mit dem aufrechten Privatisierungsauftrag. Außer die ÖIAG zeigt, dass das der Privatisierung förderlich wäre, was praktisch nicht darstellbar ist.“
Drei Wochen vor der entscheidenden Hauptversammlung (HV) spitzt sich der Kampf um den österreichischen Anlagenbaukonzern VA Tech zu. Der Druck auf die ÖIAG, ihren geplanten Rückzug zu überdenken, steigt. Die Widerstände gegen Großaktionär Mirko Kovats wachsen. Gerüchte kursieren, wonach Siemens bei der VA Tech einsteigen könnte.

Fix ist: Auf der HV am 29. April wird eine 50-prozentige Kapitalerhöhung beschlossen. Mindestens drei Millionen der insgesamt 7,5 Millionen neuen Aktien will der VA-Tech-Vorstand schon im Juni 2004 an der Börse platzieren. Geht die ÖIAG bei dieser Kapitalerhöhung nicht mit, sinkt ihr Anteil von derzeit 15 Prozent. Dann wird Kovats, der seine Bezugsrechte ausüben wird, mit seinen 12,5 Prozent automatisch der größte Aktionär, der den Konzern kontrolliert.

Widerstand gegen Machtübernahme. Genau das versuchen verschiedene Gruppen zu unterbinden. Sie wollen den Industriellen mit bewegter Vergangenheit – Kovats ist auch Diskotheken- und Hotelbesitzer – nicht als Alleinherrscher in einem der wichtigsten heimischen Industriebetriebe mit 3,9 Milliarden Euro Umsatz sehen. Böhler-General und ÖVP-Berater Claus Raidl forderte die Staatsholding öffentlich auf, die Machtübernahme zu verhindern. Etliche ÖVP-Granden und ÖIAG-Aufsichtsräte teilen dieses Anliegen.

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