VA Tech AG: Ein heißes Eisen

Der Industrielle Mirko Kovats plant offenbar die baldige Komplettübernahme der VA Tech AG. Der Aktienkurs schießt nach oben.

Ein solches Kursfeuerwerk hat die Aktie der VA Tech schon lange nicht mehr erlebt. Anfang der Woche schoss das Papier des Anlagenbauers innerhalb von nur zwei Tagen um 20 Prozent auf über 32 Euro nach oben. Trotz Gewinnmitnahmen am Mittwoch notierte die VA Tech noch klar über 30 Euro – so hoch wie seit eineinhalb Jahren nicht.

Besonderen Grund, sich die Hände zu reiben, hat der Industrielle Mirko Kovats. Er stieg im Mai 2003 in die VA Tech ein. Hauptaktionär Kovats kontrolliert die Victory Industriebeteiligung AG, die damals für 19,05 Prozent 68 Millionen Euro bezahlte – zum Teil finanziert über Raiffeisen St. Gallen. Mittlerweile ist das Paket um die sieben Euro pro Aktie mehr wert: macht einen Gesamtgewinn von 20 Millionen Euro.

Konkrete Übernahmephantasie bei der VA Tech. Mirko Kovats dürfte aber auch der Grund für den erstaunlichen Höhenflug sein. Vordergründig gab eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank mit einem Kursziel von 46 Euro die Initialzündung für den Markt. Dahinter steht aber eine konkrete Übernahmephantasie bei der VA Tech.

Spekulationen, wonach Mirko Kovats selbst eine Komplettübernahme des ehemaligen Staatskonzerns plant, gab es bereits. Laut FORMAT-Informationen steht der Unternehmer jetzt seinem Ziel aber schon sehr nahe – auch wenn seine Stellungnahme dazu, wie nicht anders zu erwarten war, dünn ausfällt: „Kein Kommentar zu einer Übernahme der VA Tech. Ich kann nur sagen, dass ein Verkauf meines jetzigen Pakets jedenfalls kein Thema ist.“

In Bankenkreisen werden die Gerüchte indes lauter. Kovats und sein langjähriger Partner Ronny Pecik, Miteigentümer der M&A Privatbank, sollen bereits die Finanzierung für einen VA-Tech-Deal auf die Beine gestellt haben. Bis Ende Februar könnte die Transaktion über die Bühne gehen. Klappt die Sache, geht es um viel Geld.

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trend Chefredakteur Andreas Lampl

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