Unser „Haus“ ist sauber – das Rennen wieder offen

Die IOC-Sanktionen und der Konflikt um ÖSV-Präsident Schröcksnadel: Wie intakt sind Salzburgs Chancen auf die olympischen Winterspiele?

Ich bin darüber erleichtert, dass der Vorstand des ÖOC in seiner Dringlichkeitssitzung am 29. Mai rasch und vor allem eindeutig gehandelt hat. Ich bedanke mich ausdrücklich bei Peter Schröcksnadel für seinen Akt der Solidarität zur Salzburger Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2014, den er mit seinem Rücktritt von der Funktion des ÖOC-Vizepräsidenten gesetzt hat. Dafür gebührt ihm aufrichtiger Respekt! Wir wollen die Spiele nach Salzburg holen, und mit diesen Entscheidungen sind unsere Chancen intakt.

Das IOC hat mit seinen Sanktionen gegen Österreich klargemacht, dass die Null-Toleranz gegenüber Doping oberste Priorität hat und Ausreißer oder „schlampige“ Verhältnisse nicht toleriert werden. Österreich wurde
als Doping-Wiederholungstäter identifiziert und vorgeführt. Die Maßnahmen, die das politische Österreich auf der legistischen Ebene im Zuge Turins gesetzt hat – das neue Anti-Doping-Gesetz, die Anerkennung des Wada-Codes, die Ratifizierung der Unesco-Konvention gegen Doping –, waren gut und notwendig.

Allerdings: Es dabei bewenden zu lassen war nicht ausreichend, auch innerhalb der Strukturen des ÖOC mussten Konsequenzen erkennbar sein. Das ÖOC hat nun einschneidende Schritte gesetzt. Der lebenslange künftige Ausschluss von überführten Sportlern, Betreuern und Trai-nern von Olympischen Spielen und die Forcierung von Kontrollen durch das ÖOC selbst sind eine starke Kampfansage.

Der Rücktritt Peter Schröcksnadels von seiner Funktion als ÖOC-Vizepräsident hat vom IOC kritisierte Unschärfen beseitigt.
Als Aufsichtsratsvorsitzender der Salzburger Bewerbung bin ich erleichtert, dass klare Antworten gefunden wurden. Unser „Haus“ ist sauber. Salzburg hat die Vergabe in Guatemala City damit noch nicht gewonnen. Aber das Rennen ist wieder offen – wir werden mit Vollgas antreten!

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