Unis ganz privat

Format-Bildungsserie, Teil 4: Der Überblick über Österreichs Privatuniversitäten. Plus FORMAT-Leserumfrage: Schlechte Noten für die Bildungspolitik. Obwohl Privatuniversitäten in Österreich erst seit wenigen Jahren zugelassen sind, bereichern die Anbieter die heimische akademische Landschaft bereits mit einer breiten Studienpalette.

Einen akademischen Grad zu führen hat seinen Reiz – und bringt im titelsüchtigen Österreich auch den einen oder anderen kleinen Vorteil. Neben staatlichen Universitäten und Fachhochschulen, deren Absolventen den in Klammer zum Titel zu führenden Zusatz FH nicht selten „vergessen“, haben seit einigen Jahren auch einige private Bildungseinrichtungen das Recht, akademische Grade zu verleihen.

Ehe sich ein Bildungsanbieter aber als Privatuniversität bezeichnen darf, muss er sich einem mehrstufigen Akkreditierungsprozess unterziehen. So prüft der dafür verantwortliche, international besetzte Akkreditierungsrat nicht nur die Studienpläne, sondern auch die Infrastruktur, die Anzahl und Qualifikation des akademischen Personals sowie die Forschungstätigkeit. Immerhin 40 Prozent der Anträge wurden laut Hannelore Weck-Hannemann, Präsidentin des Akkreditierungsrates, bisher zurückgewiesen. Alle fünf Jahre, so die strengen Bestimmungen, muss die Akkreditierung durch den Rat erneuert werden.

Von Theologie über Design bis zu Traditioneller Chinesischer Medizin reicht die Studienpalette, die trotz harter Auflagen heute von österreichischen Privatuniversitäten angeboten wird. Insgesamt sind zehn Institutionen als solche anerkannt, der bekannten Managerhochschule Imadec wurde eben die Akkreditierung verweigert.

Kleiner Schönheitsfehler: Nicht alle sind wirklich privat. Da unter das Privatuniversitätsgesetz formal alle nicht vom Bund finanzierten Einrichtungen fallen, nutzten auch von kirchlichen und kommunalen Trägern wie Ländern und Gemeinden finanzierte Institute die Möglichkeit, sich mit dem Prädikat „Universität“ zu adeln. So kann man am Konservatorium der Stadt Wien nun auch akademische Grade erwerben. Für die aktuell insgesamt knapp 4.000 Privatuni-Studenten bringt die Akkreditierung den Vorteil, dass sie im Hinblick auf Stipendien und Beihilfen den Hörern an staatlichen Universitäten gleichgestellt sind.

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