Unabhängigkeit hat fatale Vorbildwirkung

„Selbst­verständlich besteht durch die Unabhängigkeit die große Gefahr des Dominoeffekts.“

Selbstverständlich besteht die große Gefahr, dass es durch die Anerkennung der einseitigen Unabhängigkeitserklärung des Kosovo zu einem Dominoeffekt kommt und dies Wasser auf die Mühlen der ETA und anderer separatistischer Bewegungen ist. Die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo ist völkerrechtswidrig, und sie ist ein Bruch der UNO-Resolution 1244, die zwar eine substanzielle Autonomie, aber keine Unabhängigkeit dieser Region vorsieht. Hier könnte es eine fatale Vorbildwirkung geben. Das hindert aber leider auch die österreichische Bundes­regierung nicht daran, diesen künstlichen, auf US-amerikanisches Geheiß geschaffenen Staat anzuerkennen und sich mitschuldig zu machen an diesem eklatanten Bruch des Völkerrechts. Denn eine Anerkennung des Kosovo als eigener Staat ist nichts anderes als ein Anschlag auf die serbische Souveränität und auf die serbische Identität und stellt das Selbstverständnis des serbischen Staates infrage. Offenbar will man das politische Faustrecht wieder salonfähig machen. Beim Kosovo handelt es sich um urserbisches Gebiet. Die Schlacht auf dem Amselfeld 1389 in der Nähe des heutigen Pristina, in der die Serben sich gegen den osmanischen Imperialismus zur Wehr gesetzt haben, ist eines der wichtigsten Ereignisse der serbischen und europäischen Geschichte.

Und hat man bereits vergessen, dass in den letzten Jahren über 250 Kirchen zerstört und niedergebrannt und unzählige christlich-orthodoxe Priester verschleppt und ermordet wurden? Es gibt heute zwischen Österreich und Serbien auch ­keine Differenzen mehr, die historischen Konflikte sind samt und sonders bei­gelegt. Das sind Errungenschaften, die man nicht einfach so vom Tisch wischen darf. Aber die Bundesregierung macht sich lieber zum Anwalt Pristinas, anstatt die neutrale Tradition Österreichs, auf die wir zu Recht stolz sein können, zu beherzigen und eine Vermittlerrolle einzunehmen.

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