UMTS: Starke Funksignale

Mobiles Internet am Handy: UMTS – die Revolution im Mobilfunk – steht endlich in den Startlöchern. Die erste große Offensive gilt den Geschäftskunden.

Keine Panik, bitte!“, pflegt Professor Ernst Bonek kalmierend in die Runde zu werfen, wenn wieder eine heiße Diskussion um die Mobilfunktechnologie UMTS entbrennt. Der Nachrichtentechniker muss es wissen. „Bei der Einführung von GSM hatten wir mit den gleichen Problemen zu kämpfen, und sehr viele ausgezeichnete Ingenieure werden sie befriedigend lösen“, macht er berechtigte Hoffnung, dass die nächste große Handy-Revolution wirklich stattfindet.

Faktum ist: Die größte Handy-Innovation seit GSM, die schnelles Internet-Surfen und Multimedia-Dienste bis hin zur Videotelefonie erlaubt, begann mit heftigen Geburtswehen und einigen Verzögerungen, tritt dieses Jahr aber in eine entscheidende Phase.

Seit einem Jahr wird das Breitband-Internet von der Mobilkom und dem deklarierten UMTS-Betreiber „3“ angeboten. Bei der Mobilkom konnten knapp 2.000 Kunden kostenlos das schnelle Handy-Internet ausprobieren, vorerst nur mit einem verfügbaren Handy. „3“ konnte zwar mehr Geräte anbieten und auch maßgeschneiderte Info- und Entertainment-Programme, musste die Kunden (bislang 60.000) aber mit günstigsten Telefoniepreisen ins mobile Multimedia-Internet locken. Die restlichen Betreiber hielten sich mit Offensivstrategien bislang zurück.

Seit wenigen Tagen geht es nun wirklich los mit UMTS. Mobilkom, T-Mobile, „3“ und demnächst auch One kommen mit schnellen Datenkarten auf den Markt. Diese Karten werden in Notebooks gesteckt und erlauben überall dort, wo es UMTS-Netzabdeckung gibt, eine bis zu sechsmal schnellere Internet-Übertragung als derzeit über ISDN-Festnetz.

Für T-Mobile-Chef Georg Pölzl war „schon immer klar, dass die ersten UMTS-Nutzer aus dem Business-Bereich kommen werden. Schließlich hat sich Mobiltelefonie dereinst auch über die Geschäftskunden durchgesetzt.“ Das ist jedoch nur ein Argument: Marktanalysen zeigten eindeutig, dass die Bereitschaft, für die schnelle Datenübertragung gutes Geld zu bezahlen, bei den Geschäftskunden natürlich am größten ist. Angenehmer Nebeneffekt: Diese Datenkarten sind bereits jetzt so ausgereift, wie es die UMTS-Handys mit hochkomplexen Anwendungen für Videotelefonie, Audio- und Video-Clips vermutlich erst gegen Ende des Jahres sein werden.

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