Übernahmen: Das große Fressen

Übernahmen: Das große Fressen

Billiges Geld durch niedrige Zinsen haben eine Übernahmewelle in Europa ausgelöst. Die Privatbank M.M.Warburg hat eine Liste möglicher Kandidaten erstellt.

Stada: Partner als richtiges Rezept

Die deutsche Stada AG gilt in der Pharmabranche schon länger als potenzieller Übernahmekandidat. Das Unternehmen hat keinen größeren Kernaktionär. Um selbst einen Takeover zu starten, ist Stada aber zu klein. Es stellt hauptsächlich Generika her. In diesem Bereich zwingt der Kostendruck zu Fusionen. Der weltgrößte Generika-Hersteller, Teva, ist derzeit auf der Suche.

Moeller Maersk: Kurswechsel in Richtung Investoren

Die weltgrößte Container-Reederei trennt sich seit einiger Zeit sukzessive von ihren Beteiligungen. Vor einem Jahr wurde die Dansk Supermarkt Group, vor Kurzem Anteile an der Danske Bank veräußert. Analysten sehen darin die Strategie, dass sich das mehrheitlich im Familienbesitz stehende Unternehmen für Beteiligungen großer Investoren öffnen möchte.

PostNL: Kandidat für mehr Wachstum in Europa

Durch den aktuellen Übernahmeversuch des US-Logistikriesen FedEx bei der kleineren niederländischen TNT kommt auch der niederländische Postdienstleister PostNL ins Spiel. Der TNT-Großaktionär würde seine Aktien abgeben und wäre damit eigenständig. Er könnte dann das Interesse von UPS wecken, die schon vor zwei Jahren mit einer Übernahme in Europa wachsen wollten.

Yara International: Guter Nährboden für Fusionen

Der Düngemittelhersteller Yara International scheiterte vor einem Jahr mit dem Übernahmeversuch beim US-Konkurrenten CF Industries. Nun könnte das Unternehmen selbst zum Takeover-Kandidaten werden. Es steht wegen Überkapazitäten schon länger unter Druck. Die norwegische Regierung, die mit rund 30 Prozent beteiligt ist, könnte einem Partner zustimmen, wenn Produktionsstätten im Land bleiben.

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