Übernahmekampf: Big Bang Böhler - Der Poker um den Stahlkonzern; Pläne von CVC

Der britische Private-Equity-Fonds CVC will die börsennotierte Böhler-Uddeholm schlucken. Politiker und Wirtschaft wettern bereits gegen den Ausverkauf des Industrieschwergewichts.

Gigantische Summen wurden vor einer Woche in Bewegung gesetzt. Innerhalb von nur achteinhalb Stunden stieg der Wert des börsennotierten Edelstahlproduzenten Böhler-Uddeholm um rund 980 Millionen auf den historischen Rekordwert von 4,15 Milliarden Euro. Rein rechnerisch wuchs die Marktkapitalisierung an diesem einen Freitag um 1,9 Millionen Euro pro Minute. Zu Wochenbeginn schrumpfte der Börsenwert des Unternehmens dann zwar auf 3,4 Milliarden Euro. Doch trotz Marktkorrektur hatte die Aktie so seit Jahresbeginn um mehr als 20 Prozent zugelegt.

Größter Profiteur des Kursfeuerwerks ist die vom Badener Rechtsanwalt Rudolf Fries vertretene BU Industrieholding, deren 21-Prozent-Paket nun mehr als 700 Millionen Euro wert ist.

Angetrieben wurde die vorwöchige Hektik am Börsenparkett durch hartnäckige Übernahmegerüchte, die erst am Montag offiziell bestätigt wurden: Der britische Private-Equity-Fonds CVC plant den Friendly Takeover des alpenländischen Industrieschwergewichts. „Wir streben bei unseren Engagements immer die Mehrheit an“, sagt CVC-Manager Christian Wildmoser. „Ein Angebot legen wir nur nach Zustimmung des Vorstands.“ Böhler-Boss Claus Raidl verknüpft sein O. K. an Bedingungen: „Böhler darf nicht zerlegt werden, und das Headquarter muss in Österreich bleiben.“

Die ganze Story lesen Sie im neuen FORMAT!

Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller und der "Sedric", der vollelektrisch und autonom fahrende Minivan.

Auto & Mobilität

Elektro-Schock: VW investiert 70 Milliarden Euro in die E-Zukunft

13 Coaching-Mythen

13 Coaching-Mythen: #1 Der Feuerlauf

trend@venture 2017: Die Finalisten

Start-ups

trend@venture 2017: Die Finalisten