Überambition schadet Wachstum UND Klima

Der 3. UN-Klimabericht liefert Vorschläge, wie die weitere Erderwärmung gestoppt werden kann. Aber wie viel an der Diskussion ist Panikmache?

Die österreichische Industrie stellt sich dem Klimawandel als einer der größten globalen Herausforderungen unserer Zeit. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und stehen für Sachlösungen mit Augenmaß. Diese sollten im Sinne standort- und umweltpolitischer Vernunft Wachstum und damit Jobs in Österreich wie unseren Beitrag zum weltweiten Klimaschutz gleichermaßen ermöglichen. Die derzeitige Diskussion kippt leider allzu oft in populistisches Fahrwasser ab und muss dringend versachlicht werden.

Denn für das Wechseln von politischem Kleingeld ist die Frage viel zu wichtig. Es geht um ein Sowohl-als-auch. Denn klar ist: Überambitionierte, weil unrealistische Ziele sowohl bei Treibhausgaseinsparungen als auch bei den erneuerbaren Energien schaden dem wirtschaftlichen Wachstum UND dem Weltklima: Können unsere Unternehmen durch unrealistische Auflagen und die daraus resultierenden exorbitanten Kosten in Österreich nicht mehr produzieren, wird dies in Ländern mit gar keinen oder nur sehr geringen Umweltauflagen geschehen. Und dies kostet Jobs in Österreich und schadet dem Klima.

Gleichzeitig zeigt etwa die Entstehung der jüngsten UN-Klimaberichte, dass politische und nationale Interessen teils deutliche Auswirkungen auf das jeweilige Endergebnis haben. Das ist im Sinne einer globalen Kraftanstrengung sicher nicht hilfreich. Denn mit apokalyptischen Szenarien werden weder der benötigte globale Ansatz noch ein Mechanismus zur Einbeziehung aller Sektoren – insbesondere Raumwärme und Individualverkehr – gefunden.

Gerade in diesen beiden Hauptproblemfeldern gibt es hinsichtlich Effizienzsteigerung noch viel ungenutztes technologisches Potenzial, das wir nützen müssen. Aus Gründen der Versorgungssicherheit, der Ressourcenknappheit und der Wettbewerbsfähigkeit ist es sachlich unbedingt erforderlich, auf Forschung und Innovation im Umwelt- und Energiebereich sowie auf treibhausgasarme bzw -freie Energiegewinnung, vor allem Wasserkraft, zu setzen.

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