TV-Stars zum Mieten: Die lukrativen Nebeneinkünfte der Fernseh-Celebrities

Der Termin war nicht gerade glamourös: Die Arge Einrichtungswirtschaft lud unter dem Slogan „Europa aufmöbeln“ zum Zukunftssymposium ins Wiener Messezentrum. Schillerndste Figur der Veranstaltung für Proponenten der Möbelindustrie, des Tischlereigewerbes und des Einrichtungsfachhandels: „ZiB 2“-Anchorwoman Ingrid Thurnher als Moderatorin.

Das Arbeitsleid der 42-Jährigen hielt sich trotz des vierstündigen, staubtrockenen Programms in Grenzen: Rund 5.000 Euro netto nimmt Thurnher für derartige Dienstleistungen. Übers Jahr ein stattliches Zubrot für die Topjournalistin. Thurnher: „Ich moderiere ein bis zwei solche Veranstaltungen im Monat.“

Thurnher ist längst nicht der einzige ORF-Star, der die via Bildschirm erworbene Prominenz für lukrative Nebeneinkünfte nutzt. Auch Talkerin Arabella Kiesbauer, Armin Assinger („Millionenshow“), Christian Clerici („Expedition Österreich“) oder Vera Russwurm („Vera“) lassen sich gerne für Moderationen, Impulsreferate oder Seminare anmieten. Ihre Gagen sind dabei direkt proportional zum Bekanntheitsgrad: Mit 2.000 Euro pro Abend sind Newcomer wie die „ZiB“-Präsentatoren Birgit Fenderl und Tarek Leitner am preisgünstigsten. Am teuersten sind Auslandsösterreicher wie Clerici (15.000 Euro pro Abend) und Arabella Kiesbauer (30.000 Euro).

Die Austro-Promis sind im Vergleich zu den deutschen Fernseh-Celebrities noch immer wohlfeil: Gleich 80.000 Euro nimmt Assingers Gegenüber bei RTL,
der deutsche Millionenshow-Moderator Günther Jauch, für einen Off-Air-Auftritt. Thomas Gottschalk lässt sich den Einsatz bei Firmenjubiläen oder Podiumsdiskussionen mit 60.000 Euro abgelten. Nicht einmal ein internationales Schwergewicht wie Michail Gorbatschow, einer der bestbezahlten Politiker im Vortragsgeschäft, kann da mithalten: Er begnügt sich mit 50.000 Euro pro Auftritt. Nur Clinton kriegt mehr für seine Referate.

Der Markt boomt. „Ich lehne aus zeitlichen Gründen neun von zehn Angeboten ab“, schildert Ingrid Thurnher die rege Nachfrage. Die gefragtesten Fernsehstars aus Österreich:

  • Arabella Kiesbauer, derzeit das Maß aller Dinge. Nach zehn Jahren bei PRO 7 steigerte sie ihren Marktwert mit „Starmania“ und als Opernball-Präsentatorin. Ihr Manager Christian Seidl stellt jetzt Rechnungen über 25.000 bis 30.000 Euro, wenn Kiesbauer Veranstaltungen von Kunden wie dem Technologiekonzern Infineon, der Handelsgruppe Metro oder der österreichischen Lebensmittelkette Merkur schaukelt. Seidl schlägt eifrig Kiesbauers Werbetrommel: „Eine perfekte Mischung aus Glamour und Professionalität.“

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