Testosteron-Pushing: So bringt Mann seine
hormonellen Werte in den 'grünen Bereich'

Weiß Mann zwar, wird allerdings gern verdrängt: Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung, vor allem beim Urologen, macht Sinn. Abgesehen vom Thema „Prävention von Prostatakrebs“ (das häufigste Karzinom der Männer, die Diagnose hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre mehr als verdoppelt), wird empfohlen, ein- bis zweimal pro Jahr den Testosteronwert kontrollieren zu lassen.

Sind die Werte zu niedrig – normal sind zwischen 3 und 9 Nanogramm pro Milliliter Blut –, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, wie Sie Ihren Körper wieder in den „grünen Bereich“ bringen können – oftmals reicht es, die Eigenproduktion auf natürlichem Wege zu erhöhen, manchmal kommt auch eine Hormonersatztherapie unter ärztlicher Kontrolle infrage. Die Testosteronbildung lässt sich durch Sport auf natürliche Weise stimulieren: „Mäßiges Krafttraining und Ausdauersport bis 60 Minuten sind perfekt, um die Testosteronproduktion anzukurbeln. Extremsport wie etwa Marathonlaufen kann hingegen den Hormonhaushalt aus dem Lot bringen und gesundheitsschädlich werden“, so Urologe Andreas Jungwirth. Weiters testosteronförderlich: gesunde Ernährung, Vermeidung von Übergewicht, Stress, Nikotin und übermäßigem Alkoholgenuss. „So schützt man sich am besten vor hormonell bedingten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Leistungseinbußen, Potenzstörungen und auch Diabetes.“

Hilfsmittel aus der Apotheke
Nach wie vor Tabuthemen unter Männern: das Testosteronmangelsyndrom (Hypogonadismus) sowie die erektile Dysfunktion (Impotenz). Beides kann mit entsprechenden Präparaten unter ärztlicher Kontrolle verbessert werden. Zur Potenzsteigerung kommen meist sogenannte PDE-5-Hemmer wie Levitra, Cialis oder Viagra zum Einsatz. Apotheker Wolfgang Windberger: „Diese Produkte sind keine Hormonzugaben, sie hemmen lediglich das PDE-5-Enzym, das testosteronsenkend wirkt.“ Besonders nachgefragt sei derzeit Levitra. „Die Wirkung tritt innerhalb von 25 Minuten ein, ab dann ist innerhalb der nächsten 12 Stunden die Erektionsmöglichkeit gegeben.“ Im Falle eines Testosteronmangelsyndroms verordnen Mediziner mitunter eine Substitutionstherapie mit Gelpräparaten (etwa Testogel) oder Hormonspritzen (etwa Nebido). Windberger: „Je nach Hormonstatus wirkt eine Spritze bis zu 6 Monate.“ Nutzen und Risiko sollten mit dem Arzt abgewogen werden. Warnung: Am Schwarzmarkt oder via Online-Apotheken werden oft Fälschungen vertrieben.

Von Nina Kreuzinger

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