Telekom-Chef Sundt für ÖIAG als Kernaktionär

In der aktuellen Debatte über die künftige Rolle der ÖIAG bezieht der General der Telekom Austria, Heinz Sundt, einen klaren Standpunkt. Er möchte, daß die ÖIAG Kernaktionär der Telekom (TA) bleibt - während bislang eine Totalprivatisierung geplant war.

In einem Interview für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT sagt Sundt: "Ich mache aus meinem Herzen keine Mördergrube: Man würde gut daran tun, bei wichtigen Infrastrukturunternehmen eine Sperrminorität zu behalten. Die ÖIAG kann ihre TA-Anteile ja weiter reduzieren, sollte meiner Meinung nach aber nicht unter 25 Prozent gehen." Derzeit hält die Staatsholding 47,2 Prozent.

Sundt bezeichnet die Telekommunikation als strategisch ganz wichtigen Bereich für das Land: "Mir ist bewußt, daß die Kapitalmärkte eine andere Perspektive haben. Denen ist umso lieber, je weniger der Staat beteiligt ist. Aber als Staatsbürger habe ich da eine klare Position." Auf die Frage, was er von der Idee eines heimischen Industriefonds halte, der die ÖIAG ersetzen könnte, meint der TA-Chef: "Es muß nicht die ÖIAG per se sein, die Anteile hält. Hauptsache ist, daß eine Sperrminorität in Österreich bleibt." Von der nächsten wünscht sich Sundt, "daß sie zwingend einen klaren Fahrplan für die nächsten vier Jahre formuliert."

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