Telekom-Bilanz durch Rückstellungen in Gefahr: 800 Mio. Euro kostet Personalabbau

Der geplante Personalabbau in der Festnetzsparte könnte sich in den kommenden Jahren auch massiv auf die nächsten Bilanzen der Telekom Austria auswirken. "Ich muss für jeden unkündbaren Beamten, der nicht mehr beschäftigt werden kann, eine Rückstellung bilden", sagt Gernot Schieszler, Festnetz-Vorstand für Finanzen und Personal. Rund 2.000 Beamte sollen laut internen Planungen innerhalb der nächsten vier Jahre aus dem operativen Betrieb genommen werden. Das Rückstellungserfordernis pro Person beträgt zwischen 300.000 und 500.000 Euro. Ergibt in Summe rund 800 Millionen. Damit droht eine Reduzierung des Nettogewinns pro Jahr um 200 Millionen Euro schreibt FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe.

Offenbar ist dieses drohende Szenario der Grund, wieso der Telekom-Vorstand und die ÖIAG auf die Gründung einer Beamten-Agentur drängen.

Laut dem mit McKinsey erarbeiteten Effizienzprogramm sollen 90 Millionen Euro an Personalkosten bis Ende 2009 eingespart werden. Das entspricht der Streichung von 1.500 Stellen bis Ende des kommenden Jahres. Eine Zahl, die Schieszler dem FORMAT bestätigt hat. Zu zwei Dritteln werden Beamte betroffen sein, zu einem Drittel Angestellte.

Mehr dazu lesen Sie im aktuellen FORMAT 19/09!

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