Das Tal der Ahnungslosen

Das Tal der Ahnungslosen

Ein kleiner Ort im Herzen der USA ist zum Sehnsuchtsort für Elektrosmog-Flüchtlinge geworden. In Green Bank ist all das verboten, was im Rest der Welt den Alltagsrhythmus bestimmt. Doch in dem kleinen Utopia kommt es zu Spannungen.

Diane Schous Fluchtfahrzeug steht in der Einfahrt vor ihrem Haus: ein beigefarbenes Wohnmobil, Baujahr 2002. Mehrere Jahre lang hat Schou darin gelebt, war 280.000 Kilometer rastlos durch die USA gefahren. Schou suchte nach einem Ort, an dem sie sich nicht krank fühlt. Vor zwölf Jahren fing alles an. Sie bekam schlimme Kopfschmerzen, ihre Haut begann zu jucken, sie hatte Probleme, sich zu konzentrieren. "Manchmal war es so schlimm, dass ich in der Dusche stand und nicht mehr wusste, wie ich herauskomme.“ Ihr Leben fühlte sich an wie ein Albtraum.

Sie lebt jetzt in Green Bank, einem 500-Einwohner-Kaff im Nirgendwo von West Virginia. Ihre grauen Haare hat sie zu zwei Zöpfen gebunden. Sie trägt kein Make-up, ist nicht ihr Stil. Und wenn man sie nach ihrem Alter fragt, sagt sie, sie sei jenseits der 60, aber noch keine 70. Ihr Wohnzimmer ist voll mit Regalen. Darin stapeln sich Akten, Studien, Bücher über das, was seit dem Jahr 2003 ihr Leben bestimmt: Elektrohypersensitivität, kurz EHS. Wissenschaftlich umstritten. Nichts, was die Weltgesundheitsorganisation als Krankheit anerkennt. Doch Menschen wie Schou glauben, dass sie elektromagnetische Strahlen krank machen. Manche Leute halten sie für Spinner. Aber Schou ist sich sicher.

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