Supergewinne: Optionen auf Millionen - Die Explosion der Manager-Gagen

Der Börsenboom treibt Aktienoptionen heimischer Manager in traumhafte Höhen. Kritik an bereits realisierten und zu erwartenden Supergewinnen wird bereits laut.

"Zum frühest möglichen Zeitpunkt“ will VA-Tech-Chef Klaus Sernetz ausscheiden, nachdem Siemens sich die VA Tech einverleibt hat. Möglicherweise tritt Sernetz schon nach der vorgezogenen Hauptversammlung am 12. April ab. Weniger wahrscheinlich bleibt er noch bis Sommer. Wann immer Sernetz geht, er wird nicht mit leeren Händen dastehen.

Zusätzlich zur Auszahlung seines Vertrages – geschätzte 1,5 Millionen Euro – wird der General auch noch eine fette Summe aus Aktienoptionen kassieren: seine gut 24.000 Optionen bringen ihm 1,05 Millionen Euro ein, sobald die Übernahme der VA Tech durch Siemens abgeschlossen ist. Der enorme Anstieg des Aktienkurses, den dieser Deal bewirkte, ließ auch den Wert der Optionen explodieren. Allein die erzwungene Erhöhung des Kaufpreises von 55 auf 65 Euro pro Aktie bedeuten für VA-Tech-Mitarbeiter in Summe 4,1 Millionen Euro zusätzlich. Sernetz: „Ein Programm nach internationalen Gesichtspunkten, das sich nur an der Wertsteigerung des Unternehmens orientiert.“

Die VA Tech ist zwar ein Sonderfall, aber kein Einzelfall. Der Boom der Wiener Börse während der letzten zwei Jahre beschert vielen österreichischen Topmanagern, denen ihre Firma Aktienoptionen einräumt, Zusatzverdienste in hierzulande bislang unbekannter Höhe. Claus Raidl, Frontmann des Böhler-Uddeholm-Konzerns, hat mit Aktien, die er 2004 über Optionen erwarb, 1,2 Millionen Euro verdient. Der Wert des Optionspaketes von Wienerberger-Boss Wolfgang Reithofer steht aktuell bei 885.000 Euro. Beim OMV-Vorsitzenden Wolfgang Ruttenstorfer sind es gar sagenhafte 3,4 Millionen: Folge der Explosion der OMV-Aktie in den vergangenen Monaten.

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PLUS: Wie viel österreichische Spitzenmanager 2004 ohne Optionen verdient haben.

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