Sündteurer Saitensprung: So reich ist Rainhard F.

Im brutalen Rosenkrieg um den Austropopper Rainhard Fendrich geht es um ein Vermögen von insgesamt 16 Millionen Euro: Der Sänger wirft seiner Frau Missmanagement vor.

Zumindest im Firmenbuch blieb die Welt der Familie Fendrich bis heute heil: Der Austropopper Rainhard Fendrich, 48, besitzt 20 Prozent der F. u. F. Productions Veranstaltungs- und Produktions GmbH. Seine Ehefrau Andrea, 46, fungiert dort weiterhin als Geschäftsführerin und besitzt die restlichen 80 Prozent.

Um den Sitz des Unternehmens, eine Villa im niederösterreichischen Brunn am Gebirge, wird dagegen bereits seit Wochen erbittert gestritten. Seit Andrea ihrem Rainhard öffentlich Ehebruch vorwirft und der sich via Boulevard ebenso detailliert wie offenherzig sein Seelenleid über angebliche jahrelange Seitensprünge der Gattin von der Seele plaudert, ist im Hause Fendrich der Teufel los.

Im brutalen Rosenkrieg steht für das Duo enorm viel auf dem Spiel: Gelingt dem Sänger der Nachweis, dass seine Gattin nach 18 Ehejahren allein die Schuld am Scheitern der Liaison trägt, erspart er sich nämlich Millionen. Schafft dies aber seine Frau, dann bekommt sie nicht nur Immobilienbesitz und Geld im Wert von drei Millionen Euro zugesprochen, sondern auch fünfzig Prozent aller künftigen Einnahmen des Spitzenverdieners im heimischen Musikgeschäft.

Die Weichen für das mit reichlich Untergriffen versehene Verfahren sind seit 22. Dezember gestellt, als Rainhard Fendrichs Rechtsanwalt Manfred Ainedter offiziell Scheidungsklage eingereicht hat. Begründung für den Antrag, die Ehe aus „alleinigem Verschulden von Andrea Fendrich“ zu scheiden: „mehrfache Untreue“, die sich dokumentieren lasse. Ainedter: „Mein Mandant hat mehrfach äußerst faire Angebote gemacht, um eine Schlammschlacht zu vermeiden. Er hat sogar einem schriftlichen Vorschlag von Andrea Fendrich zugestimmt. Doch Frau Fendrich hat dann plötzlich gesagt, das sei ihr alles zu wenig.“

Andrea Fendrich, vertreten vom Wiener Rechtsanwalt Manfred Boyer-Telmer, lässt sich zurzeit noch auf keine Details ein: „Ich habe im Interesse unserer Kinder bis zuletzt eine gütliche Einigung versucht. Nun lässt sich ein Gerichtsverfahren nicht mehr vermeiden.“

Der Scheidungskrieg im Hause Fendrich bietet laut FORMAT-Recherchen reichlich Stoff für einen nervenzerfetzenden Wirtschaftskrimi und hat seine Wurzeln in einer handfesten Affäre: Ende 1995 hatte sich Rainhard Fendrich von seinem langjährigen Manager Herbert Fechter getrennt. Fendrichs Vorwurf: Fechter habe ihn seit Jahren konsequent betrogen. Der Sänger forderte 40 Millionen Schilling zurück. Nachdem beide in den Verdacht der Steuerhinterziehung geraten waren, endete der Disput schließlich mit einem Vergleich.

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