Studiengebühren schaff(t)en eine Kulturveränderung

Vor Beginn der Koalitionsverhandlungen: Die SPÖ will die 2000 eingeführten Studiengebühren rückgängig machen, die ÖVP ist dagegen.

Die Einführung der Studienbeiträge war notwendig, ein politisch schwieriger Schritt hat sich bewährt. Sicher auch, weil den österreichischen Universitäten zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung stehen – beachtliche 130 Millionen Euro pro Jahr. Vor allem aber, weil eine Veränderung der Kultur, weg vom offenen Hochschulzugang mit Gratisstudium auf Kosten aller Steuerzahler und ohne Leistungsverpflichtung unerlässlich war.

Der – international selbstverständliche – Wettbewerb unter den Universitäten, sich bestmöglich gegenüber den Studierenden zu präsentieren und diese als Kunden zu betreuen, beginnt zu greifen. Die Veränderung der „Unternehmenskultur“ an den hohen Schulen ist eingeleitet, mit der Chance einer Qualitätsverbesserung und einem effizienteren Umgang mit Steuermitteln.

Und was zeigt sich darüber hinaus?
• Die Zahl der Studierenden ist gestiegen, die Zahl der Absolventinnen und Absolventen ebenso;
• die Stipendienprogramme wurden ausgebaut;
• Maturantinnen und Maturanten beschäftigen sich intensiver damit, wo und was sie studieren wollen und sollen;
• die Anliegen der Studierenden an Studienangebot, -betreuung und -qualität werden zunehmend stärker berücksichtigt; und
• es wird schneller studiert – „Karteileichen“ sind von den Universitäten verschwunden.

Positive Entwicklungen, die erst mittelfristig in vollem Ausmaß die gewünschten Veränderungen bringen können, würden durch die Abschaffung der Studiengebühren nachhaltig gefährdet, wenn nicht gestoppt werden.

Eines ist aber auch klar: Ein umfassendes Stipendienwesen muss verhindern, dass aus finanziellen Gründen einer/einem Studentin/Studenten, die/der die notwendigen Voraussetzungen mitbringen, der Zugang zur Hochschulbildung verwehrt bleibt.

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